Brake - „Das Essen in der Schulmensa soll mehr sein als reine Nahrungsaufnahme“, sagte Jürgen Janssen, Leiter der Oberschule Rodenkirchen und Mitglied im Wesermarsch-Netzwerk „Schulmensa“. Neben einer optimalen Lebensmittelauswahl gehe es um die Speisenplanung, die Speisenherstellung und die Atmosphäre, in der das Essen aufgenommen wird.

Um hier im Landkreis auf einheitliche Qualitätsstandards zu kommen, haben Lehrer, die Leiter der Schulmensen sowie die Personen an den Schulen, die sich für die Verpflegung interessieren, im vergangenen September das Netzwerk „Schulmensa“ gegründet. Beim jüngsten Treffen im Berufsbildungszentrum in Brake stellte Jane Agena, Lehrerin für Fachpraxis im Bereich „Gastronomie, Ernährung, Hauswirtschaft“ an den Berufsbildenden Schulen, eine gemeinsam mit ihrem Kollegen Günter Bruns erarbeitete Checkliste vor, anhand derer der Standard einer jeden Mensa beurteilt werden kann. Diese Checkliste basiert auf den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erarbeiteten Qualitätsstandards für die Schulverpflegung, erklärte Agena.

Abgefragt wird das Angebot an Getränken, Beilagen, Fleisch- und Fischarten, Obst und Gemüse, aber ebenso wie die Speisen beispielsweise gelagert und serviert werden, und wie die Mensa baulich gestaltet ist. Mit Hilfe von fünf Bewertungskriterien (von „nachahmenswert“ bis „nicht vorhanden“) werden die einzelnen Punkte auf der Liste beurteilt.

Wenn anhand dieser umfangreichen Checkliste alle Schulmensen in der Wesermarsch beurteilt sind, dann wollen die „Netzwerker“ daraus einen Katalog von Maßnahmen erstellen, um das gewünschte Ziel zu erreichen, bei der Schulverpflegung im Landkreis einen einheitlichen Qualitätsstandard zu schaffen. „Da werden auf den Landkreis als Schulträger sicher noch einige Kosten zukommen“, sagt Jürgen Janssen, der für die Grünen auch im Kreistag sitzt.

Das Netzwerk „Schulmensa“ arbeitet eng mit Milan Hollingshaus von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung in Osnabrück zusammen,.Er nimmt an den regelmäßigen Netzwerk-Treffen auch teil.

Um auch das in den Schulmensen arbeitende Personal mit dem gewünschten Qualitätsstandard vertraut zu machen, bereitet das Bildungs-Netzwerk („BiNe“) Wesermarsch eine Fortbildung vor, die zwölf Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten umfassen wird. Neben der unvermeidlichen Theorie ist auch ein praktischer Teil geplant, bei dem das neu erworbene Wissen angewendet werden kann. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Torsten Wewer
Torsten Wewer Kanalmanagement