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Gemeinde Einsatz für soziales Miteinander

Großenkneten/Ahlhorn - Es sind zwei Neueinstellungen bei der Gemeinde Großenkneten, die jede auf ihre Weise für das Miteinander im multi-kulturell geprägten Ahlhorn wirken sollen. Andrea Schröder ist als neue Sozialpädagogin für die Integrationsarbeit angestellt, Liane Neese übernimmt befristet die Schulsozialarbeit und die Leitung der Hortgruppe an der Grundschule in Ahlhorn. Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Erster Gemeinderat Klaus Bigalke stellten sie am Mittwochmorgen im Rathaus vor. „Ein Glücksgriff“, zeigte sich Schmidtke sehr zufrieden mit der Besetzung dieser Stellen.

Zuschuss vom Bund

Besonders lang war die Vorgeschichte für die Stelle von Andrea Schröder. Schon im Oktober 2013 hatte die Gemeinde ihren Antrag auf eine Stelle für Integrationsarbeit beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Nach fast zwei Jahren kam jetzt die Förderzusage für die Konzeptionierung und Koordinierung des Migrationsprojekts „Leben im Viertel“. Der Bund übernimmt 75 Prozent der Kosten, die Kommune den Rest. Schmidtke zeigte sich sehr erfreut, dass es nun geklappt hat. Großenkneten hat damit als erste Kommune im Kreis eine derartige Stelle.

Halbe Stelle

Für die halbe Stelle, ausgestattet mit 19,5 Stunden die Woche, hatte es 14 Bewerbungen gegeben. „Alle waren sich einig, Andrea Schröder ist die richtige Person“, so Bigalke. Die 36-jährige Oldenburgerin hat nach einem Bachelor-Studium der Psychologie ein Master-Studium der Interkulturellen Psychologie abgeschlossen. Sie hat bei der Flüchtlingsarbeit in der Stadt Oldenburg schon Erfahrungen gesammelt, sowohl ehrenamtlich als auch als Honorarkraft. Diese Aufgaben in Oldenburg wird sie übrigens weiter wahrnehmen.

Großenkneten kannte sie bisher vornehmlich von Ausflügen als Radfahrerin. Ihre erste Aufgabe sei es, alle an der Integrationsarbeit Beteiligten an einen Tisch zu holen, beispielsweise Schulen, Vereine, Ländliche Erwachsenenbildung und Kirchengemeinden und viele mehr. So soll das Netzwerk für die praktische Arbeit zur Integration der Migranten geknüpft werden.

Andrea Schröder hat ihr Büro im Dorfgemeinschaftshaus Ahlhorn an der Katharinenstraße. Sprechzeiten sind Montag, 14 bis 17 Uhr, sowie Mittwoch/Donnerstag, jeweils von 9 Uhr bis 12 Uhr ( t  0 44 35/38 89 13).

Zwei Aufgaben an Schule

Liane Neese, 47 Jahre, aus Drentwede, hat seit dieser Woche gleich zwei Aufgaben an der Grundschule Ahlhorn inne. Sie nimmt die Schulsozialarbeit mit 20 Wochenstunden wahr und mit 19 Stunden die Leitung des Hortes einschließlich der Betreuung der Kinder als Erstkraft. Es handelt sich um die Vertretung einer in Elternzeit gegangenen Mitarbeiterin. Neese verfügt über einen Bachelor-Abschluss im Fach Soziale Arbeit und leistete ihr staatliches Anerkennungsjahr an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises in Wildeshausen.

„Das ist eine spannende Aufgabe“, so Neese über ihre ersten Eindrücke an der Ahlhorner Schule, die durch einen hohen Anteil an Migrationskindern geprägt ist. Sie möchte Kindern mit Auffälligkeiten helfen und setzt dabei besonders auf die Kooperation mit den Eltern.

„Soziale Kompetenzen fördern“, lautet ihr erklärtes Ziel. Dabei ist der Grundschulbereich für sie noch Neuland. Insgesamt hatte es sechs Bewerbungen für die Stelle vorlegen.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement
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