EINSWARDEN - Wer sich bewegt, fühlt sich wohl. Regelmäßige Bewegung hilft zudem, Stress besser abzubauen. Bewegungsfördernde Angebote spielen daher im Schulleben eine immer wichtigere Rolle. Vor diesem Hintergrund gestaltet die Schule Am Luisenhof die Spielwiese hinter der Sporthalle neu. Eine 30 Meter lange Seilbahn sowie eine 6,50 Meter hohe Kletterpyramide sollen den Schülern bald zur Verfügung stehen.
Alle unter einem Dach
Seit mittlerweile fünf Jahren besuchen auch Fünft- und Sechstklässler die Haupt- und Realschule im Stadtnorden. Bis 2008 noch in der Außenstelle in Friedrich-August-Hütte untergebracht, werden die Mädchen und Jungen seit einem Jahr gleichfalls im Schulzentrum Am Luisenhof unterrichtet. Bislang standen den Schülern dort jedoch keine adäquaten Spielgeräte zur Verfügung. Die Schulleitung entschloss sich daher, einen entsprechenden Antrag für bewegungsfördernde Angebote beim Landkreis zu stellen, dem auch stattgegeben wurde. Nach Auskunft der beiden Konrektoren Hergen Drieling (Hauptschule) und Harry Duwe (Realschule) wurden dafür 25 000 Euro im Haushalt für attraktive Spielgeräte bereitgestellt.
Eine Gartenbaufirma wurde mit der Bauausführung beauftragt. Die Fachleute sorgten für eine leistungsfähige Drainage, füllten Mutterboden auf und säten neuen Rasen, so dass die Schüler das 2000 Quadratmeter große Gelände in jeder Jahreszeit nutzen können. Sie errichteten auch die Seilbahn und die Pyramide. Während das Klettergerüst bald schon genutzt werden kann, soll die Freigabe der Seilbahn im Frühjahr 2010 erfolgen.
Aufgrund zusätzlicher Arbeiten sind Mehrkosten in Höhe von rund 6000 Euro entstanden, die nun das Schulzentrum in Absprache mit dem Landkreis aufbringt. Sowohl Schulelternrat als auch Schülerrat stimmten zu, diesen Betrag durch eine gemeinsame Aktion zu erwirtschaften, an der sich auch das Lehrerkollegium beteiligt. Es wurde beschlossen, am Freitag, 30. Oktober, einen sozialen Tag zu veranstalten. Die 600 Schüler und die Lehrer bieten ihre Arbeitskraft an, um das fehlende Geld zusammenzubekommen.
Für die Gemeinschaft
Mit dem sozialen Tag leisten die Schüler nicht nur einen Beitrag für sich selbst, um in den Pausen an den Geräten spielen zu können. „Sie tuen auch etwas für die Gemeinschaft“, merkt Hergen Drieling an. Und ein weiterer Aspekt klingt an: „Sie werden auch besser auf die Geräte acht geben“, sagt der Lehrer.
Die Schule Am Luisenhof hat mit solchen Aktionen schon gute Erfahrungen gesammelt. Zweimal fand bereits ein Sponsorentag für soziale Zwecke statt. Die Schüler haben bereits die Nordenhamer Tafel und den Verein Fussel – Hilfe für krebskranke Kinder unterstützt.
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