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Begabung Experimente ausdrücklich erwünscht

Einswarden - Experimentieren, forschen und den Spaß an Naturwissenschaften erleben, das können die Jugendlichen im neusten Angebot des Kooperationsverbundes Nordenham zur Förderung besonderer Begabungen (KOV). Natur und Umwelt entdecken und erforschen heißt das Thema der wöchentlich stattfindenden Doppelstunde.

Neu an diesem Angebot ist auch, dass es erstmals in der Schule am Luisenhof stattfindet, berichtet KOV-Projektleiterin Marlit Pöpke. Elf Schüler nehmen an dem naturwissenschaftlichen Angebot teil, alle sind von der Schule am Luisenhof. Das Angebot steht aber auch Schülern der anderen weiterführenden Schulen offen. Es ist ein Angebot für die Jahrgänge 7 bis 10, sagt Marlit Pöpke. Die Jugendlichen sollen an naturwissenschaftliche Arbeits- und Denkweisen herangeführt werden und vorhandene Fähigkeiten sollen gefördert werden. Die Teilnehmer lernen den Umgang mit Laborgeräten, planen wissenschaftliche Experimente und führen sie durch.

Proben untersucht

Am Dienstag waren die Schüler zunächst draußen, um Wasserproben zu entnehmen. Anschließend sollten sie die Proben im Chemieraum auf ihre chemischen und physikalischen Parameter untersuchen. Killian Pargmann, Saskia Behrendt und Saimon Schallenmüller ermittelten verschiedene Werte ihrer Wasserprobe. Mit einer Pipette führten sie den Proben verschiedene Mittel zu. Je nachdem, wie sich die Probe verfärbte, konnten sie die enthaltenen Werte der Substanzen ablesen. „Wir haben hier eine Farbtabelle. Hier vergleichen wir den Blauton und wissen dann, wie viel Phosphat drin ist“, erklärte der 16-Jährige Killian Pargmann.

Ziel sei, dass die Jugendlichen freier arbeiten können und sogar an Wettbewerben wie Jugend forscht teilnehmen. Zurzeit untersuchen sie aber erstmal die Gewässer in Nordenham. „Wir beschränken uns im Moment auf die Gewässer im Umkreis der Schule. Wir werden aber auch noch Proben aus der Weser nehmen, und zum Vergleich haben wir eine Probe aus der Hunte“, berichtet Catharina Kobbe, Chemie- und Biolehrerin, die das Angebot zusammen mit ihrem Kollegen Dr. Kai-Oliver Schäfer leitet.

Auch das Wasser aus dem schuleigenen Aquarium haben die Schüler untersucht. „In dem Aquarium sind schon eine ganze Weile keine Fische drin“, berichtet Saskia Behrendt. „Es ist ein relativ trübes Gewässer. Darin haben wir einen hohen Phosphatwert festgestellt. Phosphat ist für das Pflanzenwachstum verantwortlich“, erklärt die 16-Jährige. In dem Aquarium könnten noch Fische leben, aber sie hätten es schwer, lautete das Fazit der Schüler nach ihren Untersuchungen.

Saskia Behrendt gefällt an dem KOV-Angebot besonders, dass sie viel selbst experimentieren kann. „Im normalen Unterricht sind wir zu viele. Da dürfen wir nie mit Säuren und Basen experimentieren. Das macht immer der Lehrer. hier durften wir selbst mit Säuren experimentieren und haben damit selbst Blitze hergestellt“, berichtet die 16-Jährige begeistert.

Sie könne sich durchaus vorstellen, später im chemischen Bereich, oder aber im medizinischen Bereich zu arbeiten. Killian Pargmann hat sich gerade bei einem Nordenhamer Unternehmen um eine Ausbildung als Chemikant beworben. „Es macht mir einfach Spaß“, sagt er.

Verschiedene Bereiche

KOV-Angebote gibt es mit verschiedenen Förderschwerpunkten wie Darstellendes Spiel, Mathematik, Musik und Naturwissenschaften. Bisher war das Gymnasium Hauptanbieter dieser Kurse, zusammen mit den zwei Grundschulen Atens und Blexen. Zurzeit seien in allen Angeboten noch Plätze frei, sagt KOV-Projektleiterin Marlit Pöpke. Deshalb können Schüler mit Empfehlung für eine besondere Förderung in dem jeweiligen Bereich sich noch anmelden. Die Kurse laufen über ein Schulhalbjahr. Anmeldebögen sind auf den Internetseiten der weiterführenden Schulen der Stadt Nordenham zu finden.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake
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