EINSWARDEN - Rund 80 Stände waren vertreten. 18 wurden von Schülern betrieben.

von henning bielefeld

EINSWARDEN - Shari, Fabienne, Lena, Sevim und Svenja sind stolz auf das, was sie geschaffen haben. Zusammen mit den anderen Schülern ihrer Hauptschul-Klasse 7H3 haben sie Adventskalender gebastelt, wie sie in keinem Geschäft zu kaufen sind. Am Sonnabend verkauften sie die kleinen Kunstwerke beim 26. Weihnachtsmarkt ihrer Schule Am Luisenhof.

Die Idee dazu hatte ihr Klassenlehrer Jörg Frerichs gehabt, der bei ihnen Technik und Werken unterrichtet. Die Schüler stellten die Formen aus Sperrholz mit der Laubsäge her, glätteten und bemalten sie. „Wir bieten zwei Modelle an“, sagte Svenja. Das eine ist mit roten Säckchen ausgestattet, die der Kunde mit Süßigkeiten füllen kann, das andere mit Bändern, an die er die adventlichen Leckereien befestigten kann.

Doch so richtig zufrieden mit dem Verkauf waren Shari, Fabienne, Lena, Sevim und Svenja nicht. Es waren nicht nur weniger Besucher zum Weihnachtsmarkt gekommen als in früheren Jahren, sie gingen auch sehr viel vorsichtiger mit ihrem Geld um.

Das stellte auch die zweite Gruppe fest, in der Svenja aktiv ist: die AG Seidenmalerei, die die Lehrerin Ortrud Tölke-Hornickel mit mehreren Siebtklässlern gebildet hat. Sie boten bemalte Tücher, Schals, Haarbänder, Krawatten und Kissenbezüge aus Seide an – und hätten gern etwas mehr verkauft. Denn schließlich geht der Reinerlös der Veranstaltung des Marktes schon seit Jahren in den Sozialfonds der Schule, aus dem bedürftige Schüler unterstützt werden.

Auch private Anbieter an vielen der insgesamt 80 Stände machten die Erfahrung, dass der Verkauf nicht mehr ganz so gut läuft wie in früheren Jahren. Auch die Zahl der Stände war gesunken: Im vergangenen Jahr waren es noch 100 gewesen. Die Schüler brachten sich stärker ein und erhöhten die Zahl ihrer Stände von 14 auf 18.

Hoch zufrieden waren dagegen die Schülerinnen der Hauptschul-Klasse 8H4 und ihre Klassenlehrerin Simone Feldmann. Auch sie boten ein neues Erzeugnis an: allerliebste Schutzengel. Die kleinen Wesen thronen auf Tontöpfchen. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Schüler 250 Exemplare angefertigt; für viele lagen schon Bestellungen vor.

Ebenfalls mit Begeisterung bei der Sache waren die Waffelbäcker der Realschul-Klasse 8R1. Frederike, Timo, Zinnur und die anderen freuten sich nicht nur über ihre in weihnachtlichem Weiß-Rot gehaltenen Mützen, sondern auch darüber, dass sie im Januar im Fernsehen auftreten werden. Sie fahren mit dem Bus nach Köln, wo sie in der Sendung „Wir testen die Besten“ mitmachen dürfen.

Die offizielle Öffnungszeit von vier Stunden war erst gut zur Hälfte herum, da hatte der Schulassistent Harald Beyer schon alle Lose für die Tombola verkauft. „Ein großer Teil der Gewinne ist von ehemaligen Schüler gestiftet worden, die heute Geschäftsleute sind“, freute sich Beyer. „Das zeigt, dass sich viele unserer Schule immer noch eng verbunden fühlen.“