ELISABETHFEHN - Großer Bahnhof für eine kleine Schule: Im Beisein zahlreicher Gäste, darunter der Niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann und Landrat Hans Eveslage, wurden am Freitag die neuen Schulgebäude der Förderschule an der Schleusenstraße in Elisabethfehn feierlich eingeweiht.
„Durch die Erweiterung ergeben sich hervorragende Möglichkeiten. Ein Beispiel für das Engagement des Landkreises Cloppenburg, der in der Förderpädagogik gut aufgestellt ist“, lobte Kultusminister Althusmann das Projekt. Bei einem Rundgang informierte sich der Minister anschließend vor Ort über das 2,6 Millionen Euro teure, vom Oldenburger Architekturbüro Angelis und Partner entworfene Vorhaben beim Leiter der Förderschule, Peter Wieder.
Richtige Standortwahl
Den Empfang am Fehnkanal nutzte Althusmann, um über Herausforderungen für die Bildungspolitik in Niedersachsen vor dem Hintergrund knapper Kassen und sinkender Schülerzahlen zu referieren. Dabei sprach sich der Minister gegen sogenannte Einheitsschulen und für die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems aus und stärkte zudem den Förderschulen den Rücken. „Das ständige Reformieren ist nicht der Bildung und den Schülern förderlich“, so Althusmann.
Landrat Hans Eveslage erinnerte in seiner Rede daran, dass die Schüler vor Einrichtung dieser Schulform in zum Teil weit entfernt liegende Schulen in anderen Landkreisen gefahren werden mussten. Was für die Kinder erhebliche Belastungen und für den Landkreis hohe Kosten bedeutete. „Die Standortwahl am Fehnkanal hat sich als richtig erwiesen. Wir haben hier ausreichend Platz und das große Außengelände bietet den Schülern viel Freiraum“, betonte der Landrat. Ein großer Kraftakt bedeuteten die Schulinvestitionen, unter anderem auch im Saterland, für den Landkreis angesichts der Haushaltslage. „Investitionen im Bildungsbereich sind die wirksamsten Zukunftsinvestitionen“, rechtfertigte er die Aufwendungen.
Steigende Schülerzahl
Mit den neuen Schulgebäuden werde auf steigende Schülerzahlen in diesem Schulbereich reagiert und eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Schulen im Landkreis geschaffen, lobte Barßels Bürgermeister Bernd Schulte das Engagement des Landkreises. Zum Abschluss der Feier überreichte Landrat Hans Eveslage symbolisch den Schlüssel für die Schule an Schulleiter Peter Wieder.
des Schuljahres 2004/2005 richtete der Landkreis Cloppenburg in der ehemaligen Grundschule Elisabethfehn-Ost den Schulzweig für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein. Organisatorisch gehört der Schulzweig am Fehnkanal zur Barßeler Soeste-Schule.
wurde nun das Schulgebäude und das Schulgelände saniert und ergänzt um einen Neubau für die Oberstufe (Klasse 7-9) und anbauten für Sozialpädagogik und Musik. Die rund 2,6 Millionen Euro Baumaßnahme plante das Oldenburger Architekturbüro Angelis und Partner. Entstanden ist ein 13 mal 36 Meter großer Erweiterungsbau, der über eine als Flachdach ausgebildete „Spange“ mit dem vorhandenen Altbau verbunden ist.
Elisabethfehn werden Kinder aus dem gesamten Landkreis Cloppenburg mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Derzeit besuchen 57 Schüler in den Jahrgängen eins bis acht die Schule. Die Schule versteht sich als „Durchgangsschule“, d.h., dass die Schüler innerhalb eines Zeitraumes von zwei bis drei Jahren an die Regelschule zurückkehren sollen.
