ELISABETHFEHN - Eltern in der Erziehungsarbeit unterstützen soll das Projekt „Starke Eltern – Starke Kinder“. Peter Waldmann leitet den Kurs.
Von Hans Passmann
Erziehung bedeutet heute mehr denn je, Kinder für ihren Weg zu stärken, denn die Anforderungen die der Alltag stellt, haben sich verändert.
Es werden keine Patentrezepte geliefert. Erkennen, Reflektieren und Zuhören in der Gruppe sind wichtig. „Männer, bei denen im Job jede Minute zählt, stellt das eventuell auf die Geduldsprobe und Vorstellungen werden – natürlich freiwillig – diskutiert“, sagt Kursleiter Peter Waldmann. Im Kindergarten „Die Arche“ in Elisabethfehn leitete Waldmann im Namen des Deutschen Kinderschutzbundes den Elternkurs „Starke Eltern – Starke Kinder“. Er möchte die Erziehungsberechtigten auf demWeg in die gewaltfreie Erziehung begleiten.
„Natürlich wollen wir damit nicht ein Ideal falscher Harmonie fördern“, so Waldmann. „Ganz im Gegenteil – nicht unter dem Teppich sollen Konflikte gären, sondern auf den Tisch gebracht werden.“ Zuhören, Reden und Verhandeln mit den Kindern hilft, Probleme zu klären. Die Unsicherheit bei Eltern, was richtig oder falsch in der Erziehung ist, nehme zu, weiß Kursleiter Waldmann aus vielen Gesprächen. „Schnellerziehungsrezepte“ trügen da nicht unbedingt zu mehr Sicherheit bei. „Es ist völlig unrealistisch zu erwarten, dass Eltern Supereltern sind und Familie totale Harmonie bedeutet. Aber Anerkennung, Humor und Liebe machen das Zusammenleben mit Kindern zur Freude.“
Das vom Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) entwickelte Programm will Wege in eine gewaltfreie Erziehung aufzeigen. Ein wichtiger Aspekt für ihn: Der Kurs ist keine Therapie. Die alltäglichen Herausforderungen – vom nicht-ins-Bett-wollen über Streitereien um die Hausaufgaben bis hin zu ständigen Rangelein mit Geschwistern – sind es, denen Eltern oft hilflos gegenüber stünden. „Ich besuche den Kursus, um mit den anderen Erfahrungen auszutauschen. Mir neue Informationen zur Erziehung einzuholen“, sagt Rainer Seufferle aus Elisabethfehn. „Es ist interessant, wie die anderen Eltern mit den gleichen Problemen umgehen. Das eine oder andere werde ich ausprobieren“, so Seufferle. „Für mich war es wichtig zu erfahren, wie man mit Kindern besser umgehen kann. Der Kursus hat
mir aufgezeigt, alles etwas gelassener zu sehen. Nicht gleich in Stress zu verfallen“, sagt Anke Jellinghaus aus Elisabethfehn. „Unter Kursleiter Waldmann habe ich viel über die Bewältigung von Alltagsituationen erfahren.“
„Gerade in den Trotzphasen habe ich erkannt, wie man reagieren kann“, sagt Melanie Ebkens aus Lohe. Die Teilnehmer waren zufrieden. „Ich kann nur anraten, den Kursus zu besuchen. Es wird nach Stärken und nicht nach Schwächen gesucht“, so Seufferle. Lob gab es auch für Kursleiter Peter Waldmann. Er sei Motivator und sehr kompetent in seinen Ausführungen.
