ELMELOH - Einen Chaos-Raum hatten die Lehrer der Wichern-Schule für die Besucher beim Tag der offenen Tür in der Wichern-Schule aufgebaut. In dem Raum, wo sonst die Psychomotorik der Schüler trainiert wird, gab es Spiele, bei denen Interessierte erfahren konnten, wie Menschen mit Leseschwächen ein normales Schriftstück erleben. Die Besucher mussten einen Zettel laut vorlesen. Die Schwierigkeit war, dass die Schrift mal größer, mal kleiner wurde, Buchstaben fehlten oder gespiegelt erschienen

„So stellt sich für manche Kinder dieser Schule eine normale Seite dar“, sagt Sozialpädagogin Jutta Tampe. In der Wichern-Schule werden Schüler mit psychischen Auffälligkeiten unterrichtet.

Ein halbfertiges Ruderboot war in der Werkstatt der Schule ebenfalls zu bewundern. „Wir haben schon das eine oder andere Boot gebaut“, erzählt Lehrer Stephan Sobik. Auch die Schüler Pascal, Ralf und Marc haben schon an den Booten gearbeitet. „Das Handwerkliche macht ihnen großen Spaß und gibt ihnen Bodenhaftung“, sagt Sobik.

Auf dem Gelände der Wichern-Schule gibt es viele solcher Räume: Für Kunst, für Musik und auch eine Werkstatt, wo sich die Schüler mit Elektronik auseinander setzen können. In der Küche bekochte die Schüler ihre Gäste.

Wiebke Hagena aus Elmeloh hat früher auch an der Schule unterrichtet und nutzte den Tag für einen Besuch. „Ich bin begeistert, wie sehr sich das alles hier zum positiven verändert hat“, sagte die ehemalige Lehrerin.