Elsfleth - Es gebe ihrer Meinung nach nur einen Grund, ein Studium anzustreben, und das sei die Neigung, sagte Professor Dr. Johanna Wanka (CDU) bei ihrem Besuch im Elsflether Forschungs- und Innovationszentrum an der Weinkaje 4 am Donnerstag. „Das muss man frühzeitig vermitteln“, sagte sie.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung war einer Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen gefolgt. Sie betonte, dass junge Leute frühzeitig und qualifiziert beraten werden müssten. Es sei daher sinnvoll, schon in den siebten und achten Klassen die Vorstellungen und Fähigkeiten der Mädchen und Jungen zu erfahren. Sie sollten bereits in vier oder fünf Berufe hineinschnuppern können um zu sehen, was für sie gute berufliche Perspektiven seien. „Wir müssen versuchen, alle in den Schulen zu erreichen“, machte sie deutlich. Auf Initiative des Bundesbildungsministeriums gebe es bereits die Bildungskette. Das Ziel der Initiative sei eine Betreuung von Schülern bereits vor dem Einstieg ins Berufsleben, um den Übergang nach der Schule in Ausbildung und Beruf problemlos zu ermöglichen. „Wir haben bereits über 500 000 Menschen erreicht“, sagte die Ministerin.

Wer sich frühzeitig über seinen beruflichen Werdegang und über ein Studium im Klaren ist, der hält meist an diesem Weg fest. Die Hoffnung ist, dass weniger junge Menschen ihr Studium oder ihre Lehre abbrechen. Die Kritik: die Orientierung am Gymnasium erfolge viel zu spät, die Lehrer müssten besser über Berufsfelder informiert sein.

Dass die Jade Hochschule mit Schulen ab der fünften Klasse und mit Ausbildungsbetrieben zusammenarbeite, betonte Professor Dr. Manfred Weisensee, Präsident der Jade Hochschule. Professor Dr. Ralf Wandelt, Dekan des Fachbereichs Seefahrt, stellte den neuen Studiengang International Maritime Management vor. Auf die Vorzüge der dualen Ausbildung im Betrieb und in der Berufs- beziehungsweise Hochschule wiesen Stefanie Seyfarth, stellvertretende Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, und auch Johanna Wanka hin.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake