ELSFLETH - Was für ein Blitzlichtgewitter an diesem Morgen: Hunderte von Kameraverschlüssen klicken in der Turnhalle der Grundschule Alte Straße und je nach Temperament reagieren die kleinen „Stars“ auf die Zurufe von Mama und Papa, von Oma oder Opa: „Guck doch mal in die Kamera, Thilo“ oder „Svenja, schau doch jetzt mal her!“ Es dauert eine ganze Weile, bis bei den Angehörigen Ruhe eintritt. Doch die Erstklässler nehmen das gelassen und interessieren sich viel mehr für das Design der schicken Ranzen – natürlich in Rosa für die Mädchen, blau oder schwarz bevorzugen die Jungen.
Für 85 Mädchen und Jungen beginnt am Sonnabend der viel strapazierte „Ernst des Lebens“ in einer der drei Grundschulen. Der fängt allerdings sehr fröhlich an, dafür sorgen Kinder aus oberen Klassen mit kleinen Spielen, Sketchen und Gesang.
Von Schulleiterin Margret Schnars (GS Alte Straße) bekommen die Kinder ein besonderes Geschenk: verzauberte Wunschsteine, die, wenn man sie reibt, für Fröhlichkeit, Glück, gute Laune und alles, was das Leben schön macht, sorgen. Begonnen hatte der erste Schultag in Elsfleth mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Nicolai-Kirche.
Ein tolles Geschenk, wenn auch von einer ganz anderen Art, gibt es nicht nur für die 22 Schulanfänger der Grundschule Lienen: Auch die größeren Kinder, die Lehrkräfte und Eltern freuen sich über die helle und riesig große neue Aula, in der zum ersten Mal die Einschulungsfeier über die Bühne geht. Auch hier begrüßen die „Großen“ die „Kleinen“.
In Moorriem, so scheint es, ist das ganze Dorf auf Achse. Vom Gottesdienst in der Bardenflether St.-Anna-Kirche geht es in die Turnhalle zur fröhlichen Feier. Für die 23 Erstklässler ist „Schule“ längst eine bekannte Sache. Zum ersten Mal wird in der Grundschule Moorriem die „offene Eingangsstufe“ praktiziert. Seit gut einem halben Jahr hatten die einzuschulenden Jungen und Mädchen Kontakt zu den Kindern, die jetzt in der 2. Klasse sind.
Lehrkraft Freya Rosan erklärt das Modell: „Die jetzigen Zweitklässler werden in zwei Klassen aufgeteilt und bekommen jeweils die Hälfte der Erstklässler an ihre Seite. Das fördert einen kindgerechten Übergang, es mindert Schulängste und erleichtert, aufein-ander zuzugehen.“
Was in der Schule künftig Sache ist, verraten in der Moorriemer Turnhalle die Großen: „Leider muss das Lernen in der Schule sein, doch mit Spaß gehts in die Köpfe rein!“
