ELSFLETH - Die seemännische Ausbildung ist nicht das einzige, was die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Elsfleth bieten. Am Rittersweg werden momentan 250 junge Frauen und Männer in einem ähnlich zukunftsträchtigen Bereich ausgebildet.
Erzieher, Sozialassistenten und Heilpädagogen werden im Stadtzentrum ausgebildet. Am Mittwoch waren die Türen des Fachbereichs Sozialpädagogik der BBS weit geöffnet – Schülerinnen und Schüler und Lehrer stellten interessierten Besuchern die Ausbildungskonzepte der Schule vor. Dass soziale Berufe durch den Wandel der Gesellschaft in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist unbestritten. In Elsfleth werden die jungen Leute auf ihre wichtige Aufgabe in diesem Sektor vorbereitet.
Dabei ist die Branche längst nicht mehr Frauen vorbehalten. „Immer mehr junge Männer ergreifen diese Ausbildung“, bestätigt Studienrätin Sabine Ahlhorn im Gespräch mit derNWZ
. „Bereits ein Drittel in den Klassen ist männlich“, so die Abteilungsleiterin beim Rundgang durch den Fachbereich.Einer von den männlichen Erziehern ist Daniel Wolf (23), der momentan im vierten Ausbildungsjahr ist. „Ich bin durch ein Praktikum in diesen Beruf gekommen“, erklärt der junge Mann, der aus Ganderkesee kommt. Der gute Ruf der Elsflether Einrichtung sei für ihn ausschlaggebend gewesen, in die Wesermarsch zu kommen, so Wolf. Im nächsten Jahr ist er fertig, dann will er in einem Jugendheim arbeiten. Auch Mitschülerin Kristina (19) hat dieses Ziel, genauso wie Nadalina (27). Christin (19) möchte in einer Krippe arbeiten – auch dies ein Bereich, der in Zukunft noch an Bedeutung gewinnt. Katharina (20) möchte studieren. Durch die Ausbildung bekommen die Berufsschüler eine Fachhochschulreife. In ihrem Bereich stehen ihnen dann alle Türen offen.
Der Fachbereich umfasst vier Ausbildungsgänge und hat 11 Klassen. Er ist für die ganze Wesermarsch zuständig. Es kommen aber auch Schüler aus anderen Landkreisen nach Elsfleth.
