Bad Zwischenahn - Seit ein paar Tagen läuft die Elternbefragung zur möglichen Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Gemeinde (die NWZ  berichtete), und schon gibt es Ärger. Eine zeitgleiche Verteilung der Fragebögen der Gemeinde mit einem Informationsschreiben der „Elterninitiative IGS Ammerland“ in einem Kindergarten stößt Eltern sauer auf. Im sozialen Netzwerk Facebook machen sie ihrem Ärger Luft.

„Extrem verärgert“ ist etwa Heidi Eilers. Sie habe im Kindergarten Mozartstraße am Montag die offizielle Information der Gemeinde und das „Propagandaschreiben“ der Initiative „in einem Haufen“ erhalten, berichtete die Mutter. Sie befürchtet nun, dass Eltern das Schreiben der Initiative, mit dem auch zu deren Infoveranstaltung an diesem Donnerstag (20 Uhr, „Junker van der Spekken“, Speckener Weg 34) eingeladen wird, als offizielles Schreiben der Gemeinde und deren Meinung in Sachen IGS missdeuten könnten und ihr Kreuz auf dem Fragebogen unbedacht machen könnten.

Die Gemeinde habe von der Aktion der Elterninitiative nichts gewusst, betont Fachbereichsleiter Wilfried Fischer. Schon gar nicht sei eine zeitgleiche Verteilung von der Verwaltung initiiert worden.

Im Sinne einer objektiven Entscheidung für oder gegen eine IGS hofft Heidi Eilers, dass die Eltern die Infoabende der Gemeinde (Dienstag, 30. Juni, Forum des Schulzentrums, Humboldtstraße 1C, und Montag, 6. Juli, Friedrich-Hempen-Haus, Alte Dorfstraße 3, jeweils 20 Uhr) wahrnehmen. Ihr Ansinnen, mit einem eigenen Schreiben die Eltern in ihrem Kindergarten auch über die Nachteile einer IGS zu informieren, werde derzeit noch geprüft. Das macht sie derweil über Facebook.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)