Ramsloh - Die Grundschule Ramsloh soll ab dem Schuljahr 2015/16 offene Ganztagsschule werden. Für den entsprechenden Antrag der Gemeinde an die Landesschulbehörde haben sich am Mittwochabend die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses einstimmig ausgesprochen.
Dem Antrag vorausgegangen war eine Bedarfsermittlung der Gemeinde in Kooperation mit der Schulleitung unter den Erziehungsberechtigten (die NWZ berichtete). „68 Prozent haben an der Befragung teilgenommen. Davon haben sich 81 Prozent für eine Ganztagsschule ausgesprochen“, teilte Bürgermeister Hubert Frye in der Ausschusssitzung mit. „Das ist wirklich eine deutlichen Quote“, so Frye.
Mensa für 50 Kinder
Gleichzeitig mit dem Antrag wurde auch über das entsprechende Raumprogramm abgestimmt. Derzeit gibt es an der Schule elf Klassen und insgesamt 233 Schüler. Die durchschnittliche Jahrgangsstärke in den kommenden Jahren wurde mit 51,5 Schülern berechnet. Bei einer Jahrgangsbandbreite von 53 bis 78 Schülern wären drei Klassen erforderlich.
Nach den Zahlen der Schulentwicklung sei für die Grundschule eine Dreizügigkeit in allen Jahrgängen mittelfristig nicht mehr gegeben, teilte der Bürgermeister mit. Er halte eine 2,5-Zügigkeit bei der Berechnung des Raumbedarfs für gerechtfertigt und angemessen.
Danach ergebe sich ein Bedarf an drei (gegebenenfalls nur zwei) Gruppenräumen, und einem Fachunterrichtsraum. Im Bezug auf Barrierefreiheit sei, so Frye, der Einbau eines Fahrstuhls notwendig.
Auch eine Mensa, die Platz für mindestens 50 Kinder bietet, müsse gebaut werden. Zwar sei darüber nachgedacht worden, die Mensa des Schulzentrums mitzubenutzen. Frye und die Ausschussmitglieder hielten dies jedoch nicht für angemessen. Einerseits, da die Grundschüler sich eventuell zwischen den älteren Schülern nicht wohlfühlen könnten und es auf dem Weg zum Schulzentrum immer eine Begleitung geben müsse und andererseits, weil die anderen Grundschulen in der Gemeinde ebenfalls eine Mensa bekommen haben.
Seitens der Grundschule wurden noch weitere Veränderungen gewünscht, die der Bürgermeister jedoch im Rahmen der Gleichbehandlung mit den anderen Grundschulen in der Gemeinde für nicht notwendig erachtete. Ein gewünschter Ruheraum könnte aber in einem Gruppenraum realisiert werden.
Zwei Gruppenräume
Der Ausschuss sprach sich einstimmig für das Raumprogramm mit zwei Gruppenräumen aus. Der Architekt solle aber in der Planung auch die Option eines dritten Gruppenraums berücksichtigen.
Mit der Umsetzung des Raumprogramms soll Architekt Reinhold Engelmann aus Cloppenburg beauftragt werden. Dem Beschlussvorschlag folgten die Ausschussmitlieder einstimmig. Engelmann hatte die zum Schuljahresbeginn 1996/97 fertiggestellte Grundschule Ramsloh seinerzeit geplant und hält somit das Urheberrecht, das die Gemeinde damals nicht erworben hatte. Der Architekt habe sich bereits dazu bereit erklärt, die Planung zu übernehmen, informierte Frye.
