Apen - 161 Namen stehen auf der Unterschriftenliste, die Gudrun van Rüschen, Vertreterin der Eltern von Kindergartenkindern aus der Gemeinde Apen, im Sitzungssaal des Aper Rathauses an die Erste Gemeinderätin Helma Schubert überreichte. Mit der Unterschriftensammlung wollten die Eltern auf die beengte Situation im Aper Kindergarten aufmerksam machen. Bei der Übergabe dabei waren einige Eltern mit ihren Kindern im Kindergartenalter sowie Volker Martz, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, Hartmut Orth, Fraktionsvorsitzender der UWG, und Karl-Hermann Reil, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Im Aper Kindergarten gibt es derzeit eine provisorische Gruppe, weshalb die Platzverhältnisse beengt sind. Der Gemeinderat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig, mit einem Wintergarten für 30 000 Euro kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Das Geld war ursprünglich für die Sanierung des Schulhofes der Oberschule Augustfehn vorgesehen. Die Schulhofsanierung soll dann im nächsten Haushaltsjahr berücksichtigt werden. Werde weiteres Geld für den Anbau benötigt, sei auch der Förderverein des Kindergartens gefragt, hieß es im Rat.

Der Wintergarten soll noch in diesem Jahr stehen. Auch die Heizungsanlagen sollen erneuert werden. Langfristig soll das Platzproblem in der Aper Kinderbetreuung aber mit der Umnutzung der Grundschule am Stahlwerk in Augustfehn II gelöst werden. Die Schule wird geschlossen und soll in ein Familienzentrum mit Kinderbetreuung umgestaltet werden (die NWZ  berichtete mehrfach). Eine Gruppe aus dem Aper Kindergarten könnte dann ins Familienzentrum umziehen.

Einige der Eltern protestierten: Man habe nichts von „einem Mini-Gewächshausanbau“, die Eltern, die jetzt das Problem mit den beengten Verhältnissen im Kindergarten haben, hätten zudem nichts von der Umnutzung der Schule in Augustfehn II. Bis dahin seien die Kinder schließlich schon aus dem Kindergartenalter heraus. Zudem sei die Situation mit einem einzigen Waschraum für alle Kinder in Apen „untragbar“.

Schubert erklärte, der Umbau der Waschräume stehe im Haushalt für 2017. Martz wies darauf hin, dass die Mittel der Gemeinde begrenzt sind: „Wir können nicht immer provisorische Gruppen einrichten und später Baumaßnahmen nachziehen.“