Cloppenburg - Eltern von Erst- bis Drittklässlern sowie von Vorschulkindern, die 2016 und 2017 eingeschult werden, lehnen mehrheitlich die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Cloppenburg ab. Das Ergebnis einer entsprechenden Umfrage veröffentlichte am Dienstag die Cloppenburger Stadtverwaltung. Auf Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion hat der Rat die Verwaltung beauftragt, die Einführung einer IGS zu prüfen und dabei auch die Eltern zu befragen. Von 1634 verteilten Fragebögen wurden bis zum 15. Oktober 650 (40 Prozent) zurückgesandt. 157 Erziehungsberechtigte sprachen sich dafür aus, bei Auswahlmöglichkeit eine IGS zu bevorzugen. Dies entspricht einem Anteil von 24,15 Prozent der zurückgesandten Fragebögen. 472 Erziehungsberechtigte haben angegeben, ihre Kinder lieber an einer Haupt-, Real-, oder Oberschule beziehungsweise einem Gymnasium anzumelden. Das sind 72,62 Prozent der zurückgesandten Bögen. Rein rechnerisch würden sich nach den nun vorliegenden Zahlen in Cloppenburg nur 31 Erziehungsberechtigte pro Jahrgang für eine IGS entscheiden. Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz müssten aber mindestens 96 Schüler pro Jahrgang dauerhaft erreicht werden, so die Stadt.