Harkebrügge - Die Junker-Harke-Grundschule in Harkebrügge möchte ab dem Schuljahr 2014/2015 einen freiwilligen Ganztagsschulbetrieb anbieten. Einstimmig hat am Montagabend der Schulausschuss der Gemeinde Barßel für eine entsprechende Umsetzung votiert. „Der Bedarf ist da“, erklärte Schulleiterin Melanie Burchert. Insgesamt 112 Schüler aus Harkebrügge, Barßel und Lohe besuchen derzeit die Junker-Harke-Grundschule.
In diesem Zusammenhang habe es eine Elternbefragung gegeben, die den Wunsch nach einem Ganztagsangebot bestätigte, sagte Melanie Burchert. „Von 106 ausgegebenen Fragebögen sind 100 zurückgekommen.“ Danach wünschten sich 40 Befragte eine Teilnahme am Ganztagsangebot mit Mittagessen. 25 Befragte seien derzeit noch unentschlossen und machen es vom Angebot abhängig. Die Eltern hätten bereits viele Ideen für Nachmittagsangebote eingebracht, sagte die Schulleiterin.
Die Schule plant, zunächst an drei Tagen in der Woche für alle vier Schuljahre ein freiwilliges Nachmittagsangebot anzubieten. Vorgesehen seien Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, sagte die Schulleitern. Das Angebot beinhaltet ein warmes Mittagessen nach der fünften Unterrichtsstunde, eine 55-minütige Hausaufgabenbetreuung und ein unterrichtsergänzendes Angebot bis 15.15 Uhr. Dadurch werde die tägliche Anwesenheitszeit der Schüler von 7,5 Stunden nicht überschritten, so Melanie Burchert.
„Wichtiger Bestandteil ist, dass die Möglichkeit für ein warmes Mittagessen gegeben ist“, erklärte Erster Gemeinderat Michael Sope. Hier habe die Gemeinde als Schulträger bereits erste Gespräche mit der Lebensmittelkontrolle des Landkreises und der Kolping Berufshilfe geführt. Danach stehe der Schule ein mit Stühlen und Tischen möblierter Raum, der von der Berufshilfe genutzt wird, zur Verfügung. Dieser könne als Mensa genutzt werden.
Erforderlich wäre neben einer Verlegung von Waschbecken auch eine Küche. Denkbar wäre der Einsatz einer mobilen Ausgabeküche, sagte Sope. Die damit verbundenen Kosten seien mit rund 10 000 Euro „relativ überschaubar“, erklärte der Gemeinderat. Sofern der Rat dem Vorhaben zustimme, werde die Gemeinde prüfen, ob die Kücheneinrichtung und Essensausgabe alternativ durch die Kolping Berufshilfe erfolgen kann. In der Gemeinde gibt es vier Grundschulen, von denen zwei Ganztagsschulen sind.
Mit Blick auf die geplante Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im Schulzentrum Barßel ab dem Schuljahr 2014/2015 (die NWZ berichtete) habe die Landesschulbehörde Anfang Oktober dem Landkreis ein Schreiben mit der Bitte um Stellungnahme zugesendet, erklärte Bürgermeister Bernd Schulte. Jedoch habe diese nicht den Charakter eines K.O.-Kriteriums, da die Schulbehörde über die Einrichtung dieser Schulform entscheide.
