Eversten - Seit Jahren hat es sich bei Eltern von Grundschülerinnen und Grundschülern etabliert, den Kindern den Fußweg zur Schule zu ersparen und sie mit dem Auto zu fahren. Bei Kindern mit einem sehr langen Schulweg mag das noch erklärbar sein. Gerade aber in städtischen Bereichen, wo die Kinder fast um die Ecke wohnen, möchten der Gemeindunfallversicherungsverband Oldenburg und Polizei zu einem Umdenken anregen.

Um Eltern zu verdeutlichen, welchen Vorteil ihr Kind von einem Fußweg zur Schule hat, wurde der Flyer „Zu Fuß zur Schule“ überarbeitet und neu aufgelegt. Er enthält Hin-weise in Bezug auf die Förderung der Gesundheit, der Selbstständigkeit und des Sozialverhaltens eines Kindes.

Der Flyer wurde bereits den Grundschulen im Oldenburger Land zur Verfügung gestellt und schon über 8000 mal abgerufen. Darüber hinaus wurde er am Dienstagmorgen in einer Aktion vor der Grundschule Hogenkamp in Eversten vorgestellt und an die Eltern verteilt.

„Uns ist bewusst, dass viele Eltern aufgrund befürchteter Unfallgefahren ihr Kind nicht zu Fuß zur Schule schicken“, sagt Michael May, Geschäftsführer des GUV Oldenburg. „Natürlich muss der Schulweg mit dem Kind trainiert und es auf mögliche Gefahren hin-gewiesen werden. Und nicht immer ist der kürzeste Weg der Weg mit den wenigsten Gefahrenpunkten. Aber vor dem Hintergrund, dass sich die Kinder auch nachmittags draußen bewegen, sollten sie gemeinsam mit den Eltern über den Schulweg zu Fuß das sichere Verhalten im Straßenverkehr trainieren“, so May weiter.

Unabhängig von der Flyer-Aktion wird das Thema „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auch im Rahmen einer bis zum 29. September laufenden Aktion bundesweit über den Verkehrsclub Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk bewor-ben.