Edewecht - In der Diskussion um eine mögliche Integrierte Gesamtschule (IGS) in der Gemeinde Edewecht wird es keine große Elternbefragung wie in Bad Zwischenahn geben. Stattdessen wird die Verwaltung bei den Elternvertretern der Grundschuljahrgänge 1 bis 4 ein Stimmungsbild einholen. „Unisono“, so Petra Knetemann, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Bürgerservice und Soziales, hätten sich die Fraktionen im Schulausschuss am Dienstagabend für einen Verwaltungsvorschlag ausgesprochen, der die Einbindung der Elternvertreter vorsieht.

In vier Veranstaltungen wolle man den Elternvertretern der Grundschule das bestehende Schulsystem sowie eine mögliche IGS darstellen, erläuterte Knetemann. Genaue Termine konnte die Fachbereichsleiterin noch nicht nennen, da zunächst die Wahl der Klassenvertreter abgewartet werden soll. Bis Herbst, so sieht es der Verwaltungsvorschlag vor, soll „eine aussagekräftige Rückmeldung aus der Elternschaft“ vorliegen. Voraussichtlich im November werde es dann eine weitere Sitzung des Schulausschusses geben, in der die Ergebnisse der Gespräche mit den Elternvertretern vorgestellt werden sollen.

Politik und Verwaltung haben damit einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2012 aufgegriffen. Dieser hatte zum einen die Umwandlung der früheren Haupt- und Realschule Edewecht in die Oberschule zur Folge. Ferner hatte der Rat seinerzeit aber auch beschlossen, diese Oberschule in eine IGS umzuwandeln, sobald die rechtlichen Grundlagen vorlägen und dies Elternwille sei. Diesen Punkt des Ratsbeschlusses hatte das Gremium 2014 bis zum August dieses Jahres ausgesetzt und ihn nun wieder aufgegriffen.

Im Ausschuss sei noch einmal deutlich geworden, so Knetemann, dass die Außenstelle des Gymnasiums Edewecht nicht zur Disposition stehe und die Oberschule mittlerweile gut etabliert sei. Deren Entwicklung hatte Schulleiterin Jutta Klages dem Gremium im Anschluss ausführlich erläutert.