EMSTEK - Vorerst gibt es in Emstek keine Oberschule (OS). Der Grund sind nicht die fehlenden Schüler, sondern offene Fragen im Gesetzentwurf zur Einführung der „OS“. Bernhard Twenhövel, der Leiter der örtlichen Haupt- und Realschule (HRS), steht einer Einführung positiv gegenüber. Nur so seien kleine Gemeinden weiter in der Lage, Haupt- und Realschulen anzubieten, so Twenhövel im Schulausschuss des Rates.
Sich bis Mai für die neue Schulform zu entscheiden, und diese zum Schuljahr 2011/12 zu beantragen, sei nicht nötig. „Es ist nicht notwendig, auf den Zug aufzuspringen“, betonte der Pädagoge. Längeres gemeinsames Lernen der Haupt- und Realschüler sei zwar zu begrüßen, jedoch blieben viele Fragen unbeantwortet, von der Lehrer-Zuteilung, dem Stundenaufkommen bis zum Zeugnis und den Förderschulen. Seine Empfehlung lautet: „Abwarten, wie die Details, die einzelnen Probleme entschieden werden, und dann in Ruhe abwägen“. Bis zum Herbst sei genügend Zeit, um für das nächste Schuljahr die neue Schulform zu beantragen.
Dass die Zahlen für eine „OS“ in Emstek nicht schlecht aussehen, verdeutlichte Bürgermeister Michael Fischer (CDU). Gemäß der Prognose zur Entwicklung der Schülerzahlen verfüge Emstek über die Aussicht auf Dreizügigkeit in der „OS“. Damit wäre die Schule mit einem gymnasialem Angebot denkbar. Das ist für Fischer Etikettenschwindel. Er sieht in einem breit aufgestellten Gymnasium das bessere Angebot. So hieß es am Ende der Sitzung: Abwarten und die Entwicklung beobachten, um kurzfristig zu reagieren, sollten besondere Vorteile erkennbar werden.
Einstimmigkeit herrschte bei der Finanzmittelzuteilung. Die vier Grundschulen erhalten 38 500 Euro, die „HRS“ 30 000 Euro als Budgets.
