Elisabethfehn - „Besondere Kinder brauchen ungewöhnliche Angebote. Die richtigen Dinge tun und die Dinge richtig tun“. Das ist das Leitbild der Soeste-Schule Barßel (SSB). Die Schule ist Förderzentrum für Schülerinnen und Schüler mit den Schwerpunkten „Lernen“ und „Emotionale und Soziale Entwicklung“ an zwei Standorten. Während in Barßel der Schwerpunkt auf „Lernen“ liegt, kümmern sich die Pädagogen am Standort Elisabethfehn um die „Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE)“ der Schüler.

Am vergangenen Wochenende wurde dort nun das zehnjährige Bestehen des Standortes am Elisabethfehnkanal gefeiert, wozu zahlreiche Gäste gekommen waren. Dazu gab es ein buntes Jubiläumsprogramm.

„Es ist die einzige ESE-Schule im Landkreis Cloppenburg und eine von nur fünf staatlichen Schulen in ganz Niedersachsen“, sagte Schulleiter Kai Kuszak in seiner Begrüßung. Träger der Schule ist der Landkreis Cloppenburg.

„Vor zehn Jahren wurde die Grundschule Elisabethfehn-Ost geschlossen, und es gab keine Verwendung mehr dafür. Landrat Hans Eveslage erkannte die Chance und setzte sich stark für die Errichtung der ESE-Schule ein. Ohne den Landrat würde es die Schule nicht geben“, lobte Kuszak das Engagement des scheidenden Landrats. Heute sei sie nicht mehr wegzudenken. Man sei eine Schule für alle Kinder und nehme jedes Kind so an, wie es ist. Diese Haltung wolle man auch für die Zukunft kultivieren und auch so weiterentwickeln. „Wir brauchen keine Eintagsfliegen, sondern wir brauchen Nachhaltigkeit“, meinte der Schulleiter.

„Es zeigte sich schon nach kurzer Zeit, dass die vorhandenen Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule an ihr Grenzen stießen. Daher haben wir 2007 ein Raumprogramm erstellt, wobei in der Zielplanung von neun Klassen mit etwa 90 Schülern der Jahrgangsstufen eins bis neun ausgegangen wurde“, sagte Landrat Hans Eveslage.

Noch im gleichen Jahr habe der Kreistag die Weichen für einen Erweiterungsbau gestellt, der 2010 eingeweiht wurde. Gleichzeitig wurde das alte Gebäude saniert. Rund 2,6 Millionen Euro wurden investiert. „Die Schule ist mit vier Schülern gestartet. Heute besuchen rund 120 Mädchen und Jungen die Schule und die Zahl wird auf circa 130 ansteigen. Da spielen viele Faktoren eine Rolle“, so Eveslage.

Von einer tollen Entwicklung des Schulstandortes sprach die zuständige Dezernentin der Landesschulbehörde, Martina Reichel-Hoffmann. Anschließend setzte auf dem Schulhof ein buntes Treiben ein. Für Musik sorgte das Caritas-Orchester Altenoythe.