Was ist zu tun, wenn jemand ohnmächtig ist? Wie kann ich helfen, wenn jemand scheinbar völlig konfus durch die Gegend irrt? Was tue ich, wenn jemand stark blutet? Auf diese und viele weitere Notfallsituationen können jetzt 18 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren Sande, Gödens und Neuenburg richtig reagieren. In der Mebino-Rettungsdienstschule Friesland auf dem TCN-Gelände in Roffhausen lernten die Jugendlichen an zwei Tagen in einem großen Erste-Hilfe-Lehrgang den fachgerechten Umgang mit Verletzten. Betreut wurden die Jugendlichen von Maren Janßen (Sande) und Stefan Worbs (Gödens), unterrichtet wurden sie von Björn Tiemann, hauptberuflicher Lehrer bei Mebino. Die Schule unterrichtete den Feuerwehrnachwuchs kostenlos. Solche Kurse sollen jetzt regelmäßig für alle jungen Feuerwehrleute angeboten werden.

Mädchen der Klassen 9 und 10 der Haupt- und Realschule Sande haben seit September als AG „Rollstuhlausfahrdienst“ Spaziergänge mit den Senioren des Pflegeheims „An der Graft“ in Sande unternommen. Als Anerkennung gab es Rosen und ein Zertifikat. Solche Bescheinigungen hätten großen Wert in Bewerbungsmappen, unterstrich Schulleiter Hans-Joachim Vogt. „Unsere Bewohner haben regelrecht auf die Mädchen gewartet“, sagte Marion Schneider, Inhaberin des Pflegeheims. Dana Schütz, Maike Meyer, Sarah Schwitters, Kati Sandermann, Saskia Sahada, Imke Harms, Melina Bülthoff und Kiana Brandt haben seit September einmal in der Woche das Altenheim besucht, und sind mit Bewohnern im Rollstuhl spazieren gegangen, haben Tee getrunken oder gespielt. Ins Rollen gekommen war der Rollstuhlausfahrdienst durch das Sander Bündnis für Familie. Die Mädchen – es fand sich kein einziger Junge – machten die unterschiedlichsten Erfahrungen. Dana etwa gefiel, dass sich „ihre“ Frau sichtlich freute, wenn sie da war. „Sie hat auch viel gesungen und mir viel aus ihrem Leben erzählt,“, sagte sie. Aber die Mädchen erlebten auch, dass die älteren Leute mal einen schlechten Tag hatten. Alle zogen aber jetzt ein positives Fazit.