Molbergen - Mit der Zeitungsmeldung: „Schülerin tot aufgefunden – Als gestern Morgen Frau R. ihre Tochter wecken wollte, gab sie kein Lebenszeichen von sich. Der Arzt konnte nur den Tod der 14-jährigen Schülerin feststellen“, beginnt das Theaterstück „Ich habe nichts getan“ von Brigitte Wilhelmy, das die Theater-Arbeitsgemeinschaft der Anne-Frank-Schule Molbergen jetzt bravourös der Öffentlichkeit präsentierte.
Luisa setzte ihrem jungen Leben mit einer Überdosis Schlaftabletten ein Ende, weil sie keinen anderen Ausweg aus den monatelangen Quälereien, Hänseleien, Erpressungen und Schikanen durch ihre Mitschüler sah. Welche Folgen dieses „Mobbing“ haben kann, zeigten die Molberger Akteure unter Leitung von Maria Wichmann-Böckelmann und Christina Mädche eindrucksvoll.
Schon bei ihrer ersten Begegnung hebt sich das spätere Mobbingopfer, das erst kürzlich zugezogen ist, von ihren Mitschülern durch ihre Designer-Kleidung ab, was in der Klasse auf Hohn und Spott trifft. Lediglich Emily kümmert sich auf Anweisung des Lehrers halbherzig um die Neue.
Das Stück zeigte deutlich, dass scheinbar Unbeteiligte dafür mitverantwortlich sind, wenn sie gleichgültig reagieren und es ihnen an Mitgefühl und Zivilcourage mangelt. Alle Akteure erhielten viel Beifall der zahlreichen Zuschauer.
