Bösel - Er war der Höhepunkt des dreitätigen Reitturniers des Reit- und Fahrvereins Bösel am gestrigen Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein: der „Christa-Götting-Gedächtnispreis“, eine Springprüfung der Klasse M mit Stechen.

Zu dieser schweren Prüfung, die in zwei Abteilungen gewertet wurde, hatten 45 Reiter ihre Rösser gesattelt. Entschieden wurde die Prüfung im Stechen. Dazu hatten sich 21 Sattelakrobaten qualifiziert. In der ersten Abteilung setzte sich mit einem fehlerfreien Ritt und der schnellsten Zeit von 33,21 Sekunden Hartwig Rohde vom RuFV Lastrup durch. Das gelang in der zweiten Abteilung Heinrich Holtgers jun. von der Reitergemeinschaft Klein Roscharden in 33,64 Sekunden.

Dotiert war die Prüfung gleichzeitig mit dem Preis der Gemeinde Bösel. Bösels stellvertretender Bürgermeister Reinhard Lanfer überreichte den Preis an die beiden siegreichen Reiter. Die Parcourschefs Frank Hofer, Oldenburg, und Wolfgang Sagner, Petersfehn, hatten im Normalumlauf für die Reiter einen fairen, aber doch mit 14 Hindernissen recht anspruchsvollen Hindernisparcours aufgebaut. Dem mussten im Normalparcours namhafte Reiter Tribut zahlen. Dass der Parcours zu springen war, zeigt die hohe Anzahl an Reitern, die in das Stechen kamen. Vielleicht hätte man den überbauten Wassergraben doch mit Wasser füllen sollen. Darauf hatten die Parcoursdesigner aufgrund der Sonneneinstrahlung und Spiegelung verzichtet.

Das Böseler Turnier brachte ausgezeichneten Reitsport. Das zeigte sich besonders in den schweren Prüfungen sowohl bei der Dressur als auch im Springen. Besonders der Schlusstag bescherte dem Veranstalter einen großen Zuspruch an Besuchern. Hunderte fanden sich auf dem Turnierplatz „Am Hook“ ein und sorgten für Stimmung. Dabei dürfte die Zuschauerzahl gegenüber dem Vorjahr übertroffen worden sein. „Rundum zufrieden“ war auch Vorsitzender Dr. Josef Willer: „Das Turnier ist reibungslos abgelaufen. Es gab keine Zwischenfälle und keine Stürze. Insbesondere die Aktiven waren mit den Bedingungen in Bösel sehr zufrieden“, so der Vorsitzende. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern.

„Ich hoffe, das Turnier gibt es noch viele Jahre“, sagte Reinhard Lanfer. Die vielen namhaften Ställe, die ihre Reiter und Pferde in Bösel an den Start brachten, seien ein Beweis für die Attraktivität des Turniers.