Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

„Entwicklung des Elternwillens Rechnung tragen“

Betr.:

Fragebogen zu möglichen Gesamtschul-Standorten

Parteien, Gemeindeverwaltung, Kreistag, Kultusministerium… . Um wen geht es eigentlich bei der Diskussion, ob es in der Gemeinde Ganderkesee eine Gesamtschule geben soll? Es geht um unsere Kinder! Und um ihre Zukunft. (...) Das niedersächsische Kultusministerium will weiterhin am dreigliedrigen Schulsystem festhalten. Im Gegensatz dazu haben zehn von 16 Bundesländern die Hauptschule in ihrer ursprünglichen Form abgeschafft. Der Landesverband Bildung und Erziehung (VBE) prognostizierte stark rückläufige Zahlen bei den Anmeldungen an den Hauptschulen. (...)

Schulträger haben das Recht und die Pflicht, der Entwicklung des Elternwillens Rechnung zu tragen, neue Gesamtschulen einzurichten und Hauptschulen zu schließen. Spätestens jetzt kann keiner mehr behaupten, dass nicht bekannt ist, dass Ganderkeseer Eltern eine Gesamtschule in ihrer Gemeinde befürworten. Es kann doch nicht sein, dass die Eltern sich selbst darum kümmern müssen, dass der Standort Bookholzberg mit in den Fragebogen aufgenommen wird.

Warum können Entscheidungsträger nicht den Mut aufbringen, ein Versäumnis zuzugeben und eine Fehlentscheidung zu korrigieren? Es ist erforderlich, die Struktur des Bookholzberger Schulzentrums neu zu gestalten. Da bietet sich das Konzept einer Gesamtschule hervorragend an.

Claudia Früchtenicht

Ganderkesee

F

Was denn noch?! Soll nach Gemeindeelternratsentscheidung und Unterschriftensammlung in der Gemeinde nun der Maßnahmenkatalog erweitert werden? Demos? Sitzstreik? Radiospots? Eskalation? Steine gäbe es vor Ganderkeseer Rathaus und dem Kreishaus ja genug...

Mal im Ernst. Die Enttäuschung von Eltern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ist groß. Fernab der elterlichen Problemstellungen und Meinungen werden Beschlüsse vorbereitet – oder auch nicht – und Politik wird ohne die Betroffenen gemacht. (...)

Ob Bookholzberg nun als Standort noch mit auf den Fragebogen kommt oder nicht, sei dahingestellt. Die Lehren aus dieser Geschichte sind vielschichtig. Entweder man engagiert sich mehr, tritt am besten einer Partei bei, so dass man sich komplett zwischen alle Stühle setzt und wahrscheinlich auch nicht mehr erreicht. Oder man gibt auf: Elternarbeit maximal innerhalb der Schule, wählen braucht man eh nicht mehr, und man spart für die Privatschule, in Hamburg immerhin schon für 20 Prozent der Kinder Realität.

Frank Markmeyer

Hoykenkamp
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld
Der Bergpark Wilhelmshöhe: Hier befinden sich etliche Sehenswürdigkeiten.

NWZ-REISETIPPS: ABSTECHER NACH ... KASSEL Entspannte Stunden in historischen Parks

Kerstin Schumann
Kassel
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund
Die Polizei sucht nach Zeugen, die einen Unfall in Stedesdorf gesehen haben könnten.

POLIZEI SUCHT NACH ZEUGEN Rollerfahrer fährt Elfjährigen in Stedesdorf an – und fährt einfach weiter

Stedesdorf
Urteil im Prozess um Totschlag in Damme vor dem Landgericht Oldenburg: Eine 39-jährige Frau wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sie hatte im Wahn ihren Ehemann mit einem Schwert getötet.

LANDGERICHT OLDENBURG Ehemann mit Schwert getötet – 39-Jährige aus Damme verurteilt

Thilo Schröder
Damme