Mal schauen, ob Großenknetens Bürgermeister Volker Bernasko seinen Bart wieder wachsen lässt. Nachdem der Vollbart beim Erlebnistag in der Erdgasaufbereitungsanlage für den guten Zweck von Heino Scholz abrasiert worden war, gab es jedenfalls viele Komplimente, dass er doch jetzt viel besser aussehe. Die Aktion (die NWZ berichtete) war aber nicht nur gut für das Aussehen des Bürgermeisters, sondern auch für die Kassen der Fördervereine der sechs Schulen der Gemeinde. Großzügig aufgerundet, spendierte Exxon 6000 Euro für 60 Gramm Barthaare – mit Schüssel gewogen. Vertreter der Schul-Fördervereine und Elternräte freuten sich über die Überraschung. Jeweils 1000-Euro-Schecks nahmen aus den Händen der Exxon-Vertreter Norbert Stahlhut und Dieter Brüggmann entgegen:
Ute Weber (Peter-Lehmann-Schule Sage), Willi Flerlage (Graf-von-Zeppelin-Schule), Arnold Gräbe (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium), Claudia Oetjen (Grundschule Großenkneten), Christian Jaeger (Grundschule Huntlosen), Anke Brinkmann und Martina van Rüschen (Grundschule Ahlhorn).
Das war nicht die einzige Überraschung beim Exxon-Erlebnistag. Dieter Brüggmann aus Wildeshausen, Leiter der Erdgasproduktion im Distrikt Südoldenburg, durfte sich über eine besondere Ehrung freuen. Kreisbrandmeister Andreas Tangemann und Peter Sparkuhl, Kreisverbandsvorsitzender der Freiwilligen Feuerwehren, überreichten Dieter Brüggmann für die herausragende Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und auch vieler anderer Hilfsorganisationen durch Exxon Mobil in den Kreisen Oldenburg, Cloppenburg und Vechta die Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehr-Verbandes. Eine ganz besondere Auszeichnung. Peter Sparkuhl sprach von einer überaus guten Zusammenarbeit mit der Exxon-Werkfeuerwehr.
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Geschätzte 15 000 Besucher lockte der Erlebnistag bei Exxon an. Mit bis zu 5000 Besuchern hatten die Verantwortlichen gerechnet. Eine Delegation aus Großenknetens belgischer Partnergemeinde Evergem mit Bürgermeister Erik De Wispelaere an der Spitze nutzte die Gelegenheit, noch kurz vor der Abreise vom Partnerschaftsfest eine Anlagen-Rundfahrt bei Exxon zu machen. Unter den vielen Menschen aus der Region, die sich bei Exxon umsahen, war auch eine Frau, die in der Aufbauzeit der Großenkneter Erdgasaufbereitungsanlage, Anfang der 70er Jahre, dem Unternehmen – damals noch Brigitta und Elwerath – mit einer Bürgerinitiative ordentlich Dampf machte, was die Erfüllung von Umweltauflagen anging. Umwelt-Aktivistin Käthe Nebel lebt jetzt in Oldenburg. Sie erzählte von vielen Aktenordnern, die seinerzeit die Aktionen der Bürgerinitiative füllten. Diese seien heute im
Oldenburger Staatsarchiv zu finden.
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Historisch interessiert ist Heimatforscher Dirk Faß aus Sage-Haast. Jetzt präsentiert Faß im Rathaus Großenkneten eine Ausstellung über August Hinrichs. „Krach um Jolanthe“ ist wohl das bekannteste Werk des Schriftstellers, der 1956 in seinem Huntloser Wochenendhaus starb. Faß hat Interessantes über Hinrichs zusammengetragen. Dabei half auch Enkel Dirk Hinrichs mit persönlichen Utensilien, wie der alten Schreibmaschine oder den Pfeifen, die sein Opa rauchte. Die Ausstellung ist bis zum 26. September zu sehen.
