Dötlingen - „Paul Junior“ und „Paul Senior“ mussten am Mittwochabend im Kindergarten „Dötlinger Strolche“ gleich mehrfach als Übungsobjekt herhalten. Hinter den beiden Namen versteckten sich zwei Übungspuppen, die Gunda Geisler, Ausbilderin beim Malteser Hilfsdienst in Sandkrug, mit nach Dötlingen gebracht hatte. Anhand der Puppen fragte die Sandkrugerin, die bereits an zwei Vorabenden erworbenen Erste-Hilfe-Kenntnisse zur Wiederbelebung mit Herz-Lungen-Massage ab.
Der Schwerpunkt lag in dem Kursus „Erste Hilfe – Eltern am Kind“ auf Notfallsituationen mit Kindern. Angesprochen wurden aber auch Situationen, wie sie bei Jugendlichen und Erwachsenen eintreten können. Die Beatmung und Herzmassage fallen hier unterschiedlich aus. Während beim Kind selten ein Herzstillstand vorliegt und eher die Atmung aussetzt, liegt der Sachverhalt bei Älteren genau anders herum. Das Herz arbeitet nicht mehr richtig (Herzflimmern) oder gar nicht. Die richtige Reihenfolge der einzelnen Schritte bei der Wiederbelebung ist wichtig.
Was zu tun ist demonstrierte Gunda Geisler an den drei Kursabenden anschaulich. Vorgestellt wurde auch der Einsatz eines Defibrillators. Am Ende des dritten und letzten Kursabends hielten die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Lehrgangsbescheinigung schließlich in den Händen. Sie gelte auch als Erste-Hilfe-Nachweis, der oftmals von Arbeitgebern verlangt wird, wie Kindergartenleiterin Gudrun Löhlein erklärte.
Vor zwei Jahren fand der letzte Erste-Hilfe-Kursus dieser Art in dem Dötlinger Kindergarten statt.
„Im Frühsommer werden wir auch in unserer Brettorfer Einrichtung den Kurs wiederholen“, so die Leitern der gemeindeeigenen Kindergärten. Das Mitmachen lohne sich, denn die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse lägen meist Jahre zurück. Ohnehin bestehe oft Unsicherheit im Notfall mit Kleinkindern.
