Garrel - Schüler und Lehrer füllen die neuen Räume schon seit einigen Wochen mit Leben, jetzt erhielt der Erweiterungsbau der Katholischen Grundschule Garrel den kirchlichen Segen. Diplom-Ingenieur Hans-Jürgen Drees, Planer des Baus, und Bürgermeister Andreas Bartels überreichten der kommissarischen Schulleiterin Nicole Tiedeken den symbolischen Schlüssel.

Die Notwendigkeit der Maßnahme betonten alle Redner. Die 412 Schüler in 18 Klassen, die etwa 20 Flüchtlingskinder, die Anforderungen, die die Inklusion stellt, und die methodische Notwendigkeit der Arbeit in kleinen Gruppen machten neue Räume erforderlich. Nach nur einem Jahr Bauzeit gibt es jetzt Platz für die vielfältigen Anforderungen. Der Neubau ist barrierefrei, ein Fahrstuhl ermöglicht auch Gehbehinderten die Nutzung der oberen Räume.

„Wir haben viel Geld in die Hand genommen, weil wir unserem Ruf als kinderfreundliche Gemeinde gerecht werden wollten“, sagte der Bürgermeister. Die Investition habe man gern getätigt, weil die Bildung ein entscheidender Standortfaktor sei. Der Neubau kostete rund 850 000 Euro. Damit habe man den Haushaltsansatz deutlich unterschritten.

Planer Hans-Jürgen Drees wies darauf hin, dass man überwiegend einheimischen Firmen die Arbeiten übertragen habe. Die 370 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich auf je einen Werk- und Klassenraum und drei Gruppenräume. Der Neubau schafft auch bessere Übungsbedingungen für den Spielmannszug Garrel, der im zweiten Stock übt. Ein neuer Fußboden und eine Akustikdecke wurden eingebaut.

Nicole Tiedeken, der das Amt der Rektorin übertragen werden soll, beschrieb den fiktiven Alltag der Lehrerin „Frau Klein“, die sich über die neuen hellen Räume und die guten Bedingungen freut. Der Neubau, so Tiedeken, sei eine gute Investition für die Garreler Kinder. Sie sei davon überzeugt, dass man in einem guten Dialog auch in Zukunft alle Probleme lösen werde.

Pfarrer Paul Horst zitierte Papst Franziskus, der die Lehrer „als Schöpfer der Menschlichkeit und Stifter für Frieden und Begegnung“ bezeichnet habe. „Ein Volk ohne Bildung zerfällt“, zitierte der Pfarrer die Notwendigkeit von Bildung. Gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Holger Ossowski segnete er die neuen Räume.

Ossowski sagte, dass christliche Schulen in besonderer Weise die Verpflichtung hätten, Licht für die Welt zu sein. „Ihr seid das Licht der Welt, nun seid es auch“, forderte er die anwesenden Gäste auf.

Nach der Besichtigung der neuen Räume waren Politiker, Eltern und Lehrer zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Kaffeetafel hatte der Förderverein der Grundschule vorbereitet.