Friesland - Seit dreieinhalb Wochen sind die Erzieherinnen der kommunalen Kindergärten in Jever, Schortens, Sande, Zetel, Bockhorn und Neuenburg im Streik: „Das ist für uns sehr belastend“, sagte am Dienstag Elfriede Geisendorff-Mikulka, Leiterin des Kindergartens Südenburg in Zetel, bei einer von der Gewerkschaft Verdi einberufenen Streikversammlung: „Wir vermissen die Kinder und würden gerne wieder arbeiten“, betonte sie.

Den unbefristeten Warnstreik beenden wollen die Erzieherinnen allerdings nicht: „Wir haben jetzt die einmalige Chance, ein ganzes Berufsbild zu verändern und aufzuwerten – deshalb bleiben wir dran.“

Wie berichtet, streiken die Erzieherinnen für bessere Arbeitsbedingungen und für mehr Geld: Da 75 Prozent der Mitarbeiterinnen in Kindergärten in Teilzeit arbeiten, reicht ihr Gehalt oft nicht zum Leben – und die Rente später noch viel weniger. „Wir hätten natürlich gerne mehr Vollzeit-Stellen, aber die gibt es nicht“, sagte Geisendorff-Mikulka. Die Erzieherinnen erwarten nun ein echtes Angebot von den kommunalen Arbeitgebern – bisher setze der Verband darauf, dass er die Forderungen aussitzen kann.