Sascha Kannemann (22) ist Ausbildungsbeauftragter im Ganderkeseer Rathaus.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Ausbildungstag erinnern? Wie war das Gefühl?

KannemannIch war total aufgeregt und nervös. Andererseits habe ich mich auch sehr auf das Kommende gefreut. Das war eine spannende Zeit.

Wie erleben Sie nun als Ausbildungs-Verantwortlicher die jungen Leute an ihrem ersten Tag?

KannemannDie neuen Azubis machen erst mal einen ruhigen und coolen Eindruck, innerlich wird es ihnen aber wohl genauso gehen wie mir damals. Ich war aber auch erst 16, unsere Neuen sind schon etwas älter und dadurch vielleicht auch selbstbewusster.

Was muss ein erster Ausbildungstag enthalten, um den Neuanfängern die Aufregung zu nehmen, sie aber auch auf die Anforderungen vorzubereiten?

KannemannAls Ausbildungsbeauftragter versuche ich, möglichst locker zu bleiben, um das Eis etwas zu brechen. Trotzdem muss den Neuen vermittelt werden, was auf sie zukommt. Es dürfen nicht zu viele Infos sein, denn es prasselt schon viel auf sie ein in den ersten Tagen.

Können Sie schon in den ersten Tagen erkennen, ob Auszubildende ihren Weg machen oder doch besser etwas anderes gelernt hätten?

KannemannWer unser Auswahlverfahren besteht, bringt sowohl fachlich als auch persönlich schon einiges mit. Das sind aber junge Leute, denen man auch eine Entwicklung zugestehen muss. Ich würde niemanden nach wenigen Tagen in eine Schublade stecken.

Sie sind selber noch recht jung. Erleichtert Ihnen das den Zugang zu den Auszubildenden?

KannemannIch denke schon, dadurch sind wir auf einer Wellenlänge und die Azubis haben keine Scheu, mich etwas zu fragen.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)