ESSEN - Spannende Springwettbewerbe mit vielen fehlerfreien Durchgängen und schnellen Zeiten sowie Dressurprüfungen auf hohem Niveau prägten den Ablauf eines Turniers des Reit- und Fahrvereins Essen. Auf der Sportanlage in Sandloh waren an drei Tagen etwa 450 Reiter von 52 Vereinen, vor allem aus dem Oldenburger Münsterland sowie aus den Landkreisen Osnabrück und Emsland, mit etwa 600 Großpferden und Ponys an den Start gegangen.
Insgesamt 1200 Nennungen sorgten in 29 Prüfungen für starke Teilnehmerfelder. In der Springprüfung der Klasse M, für die 30 Nennungen abgegeben worden waren, sorgten die Reiter zum Abschluss des Turniers für jede Menge Spannung. Darüber hinaus wurde den Zuschauern mit einer M-Dressur hochkarätiger Reitsport geboten.
Aber auch nicht so erfahrene Reiter sowie eine ausgewogene „Mittelklasse“ zeigten einen aufschlussreichen Querschnitt durch den Leistungsstand des Reitsports in der Region.
Während der erste Turniertag im Zeichen der jungen Pferde stand, die vor allem das Interesse der Züchter weckten, sahen an den beiden weiteren Tagen neun kritische Richter über weite Strecken guten Leistungssport. Aber auch zahlreiche Zuschauer verfolgten mit Interesse die einzelnen Prüfungen.
In einer Springprüfung der Klasse L siegte Andreas Fischer, Lohne, mit „Puricelli“ ohne Strafpunkte in 34,81 Sekunden vor Andrea Bünder, Hausstette, die mit „Sir Fox“ ebenfalls fehlerfrei in 40,30 Sekunden den Parcours hinter sich brachte. Dritter wurde Andreas Fischer mit „Ludwig“ (0 Fehler/60,0 Sekunden).
In der M-Dressur ging der Sieg an Claudia Rüscher, Greven, mit „Fernstein“ (Wertnote 7,8). Den zweiten Platz belegte Ulla Fetzer, Spelle, mit „Florabella“ (Wertnote 7,5) vor Petra Suchomel, Wallenbrück, mit „Villeneuve“ (Wertnote 7,4).
Das M-Springen mit Stechen konnte Merle Wewer vom Pferdesportverein Löningen Ehren mit „Pernod Noir“ fehlerfrei in 42,8 Sekunden für sich entscheiden. Sie gewann auch das Glücksspringen der Klasse S.
Ihr Vereinskamerad Egbert Ostermann sicherte sich mit „Quintesse“ – ebenfalls ohne Strafpunkte – in 44,85 Sekunden den zweiten Platz. Rang drei belegte Melanie Bollmann vom Reit- und Fahrverein Lindern mit „Cockney“. Sie leistete sich vier Fehler in 39,71 Sekunden.
