Burhave - Tai Chi Chuan und Qi-Gong, zwei Formen der chinesischen Heilkunst, sind seit 25 Jahren seine Passion. Anderen zu lehren, sich selbst körperlich zu erfahren und etwas aktiv für die eigene Gesundheit zu tun, ist sein Hobby, das Bernd Markowsky nun auch in seiner neuen Heimat Burhave ausüben möchte. Dazu bietet er einen ersten Kursus an.

Dass das Nordseebad das neue Zuhause des 1952 geborenen Diplompsychologen und Psychotherapeuten geworden ist, verdankt Bernd Markowsky seiner Frau Brigitte Reuter-Markowsky. Sie zog es schon immer an die Küste. Deshalb hatte das Ehepaar vor Jahren ein Ferienhaus in Ditzum (Landkreis Leer) erworben. Ein in unmittelbarer Nachbarschaft errichtetes großes Hotel veranlasste die Markowskys zur Suche nach einem neuen Domizil. Vor gut vier Jahren wurden sie in Burhave fündig.

Tai Chi Chuan und Qi-Gong lehrt Bernd Markowsky, der auch ein exzellenter Tennisspieler ist und die Nordliga-Herren 55 des TK Nordenham, das ranghöchste Wesermarsch-Team, verstärkt, nach dem authentischen Yang-Stil. Bei dieser alten chinesischen Kunst der Selbstverteidigung, der Heilung und der Meditation sollen langsame fließende Bewegungen zur Stärkung und Entwicklung der inneren Energien helfen, Körper und Geist zu harmonisieren sowie einen Weg zum eigenen innen Einklang zu finden.

Während seine Ehefrau bereits in Butjadingen ganz heimisch werden will, weil sie jetzt nach zuletzt zwölfjähriger Leitung einer Fachklinik für medizinische Rehabilitation Drogenabhängiger im Sauerland ihre Arbeit dort beendet hat, muss ihr Ehemann zwischen Burhave und der Stadt im Hochsauerland pendeln. Bernd Markowsky, ebenfalls ehemaliger Klinikleiter, hat als psychologischer Psychotherapeut sowie Supervisor eine eigene Praxis in Schmallenberg.

Nachdem er unterschiedliche körpertherapeutische Verfahren erlernt und eine Ausbildung bei Meister K.H. Chu in London und bei Tai-Chi-Meister Frieder Anders in Frankfurt 1993 als Lehrer der International Tai Chi Chuan Association abgeschlossen hatte, war Bernd Markowsky als Lehrbeauftragter der ITCCA für den Hochsauerlandkreis tätig. Auch seine Fortbildung absolvierte er bei Meister K.H. Chu, einer der letzten Tai-Chi-Meister in direkter Familientradition und bei Frieder Anders, dem ersten europäischen Meister des authentischen Yang-Stils.

„Wir im westlichen Lebensraum kümmern uns um unsere Gesundheit erst dann, wenn wir krank sind, um uns dann eher passiv behandeln zu lassen. In China hingegen ist die Prävention der Anfang aller Medizin. Man tut etwas dafür, um gesund zu bleiben“, sagt Bernd Markowsky.

Nicht anstrengend, aber mit Bewegung verbunden ist Qi-Gong. Es handelt sich um einen aktiven Teil der traditionellen chinesischen Medizin, der auch als ausdauernde Übung (Gong) der Lebensenergie (Qi) oder schlicht als Atem- und Heilgymnastik beschrieben werden kann. Die festgelegte Qi-Gong-Übungsreihe umfasst Körperhaltungen und Bewegungen, die mit der Atmung koordiniert und in einer inneren Achtsamkeit ausgeführt werden und so das Wohlbefinden und die Gesundheit fördern. Diese Körperschulung unterscheidet sich durch ihre innere Herangehensweise von anderen Fitnessangeboten, erläuterte der ITCCA-Lehrer.

Einen Qi-Gong-Kursus mit zehn Übungsabenden (je eine Stunde pro Woche) möchte Bernd Markowsky am Mittwoch, 18. September, um 18.15 Uhr im Burhaver Atrium starten. Weitere Informationen erteilt Bernd Markowsky unter t   0171/9822121. Anmeldunen werden bis Montag, 16. September, erbeten.