Jaderberg - Carmen Gans und Sabine Schedl-Lohmüller stehen vor einer Europa-Flagge und halten ihre Handys in die Kamera. Die beiden Lehrerinnen leiten das europäische Bildungsprojekt „Be smart! – Dem Handy auf der Spur“. Am Donnerstag wurde an der Oberschule Jade der Startschuss zu diesem Erasmus+Angebot gegeben – und dies ist zugleich ein riesiger Erfolg für die Oberschule Jade.
Rückblick: Die Europaschule Jade hatte im Vorfeld einen Antrag auf eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Belgien gestellt, der jetzt bewilligt wurde. Im Frühjahr wurde das neue EU-Bildungsprogramm Erasmus+ aufgelegt – die NWZ berichtete. Deutschlandweit haben 324 Schulen einen Antrag gestellt. Nur 63 Anträge wurden bewilligt; in Niedersachsen waren es 39 Schulen, von denen nur vier berücksichtigt werden konnten.
„Das Thema ist aktueller denn je: In den nächsten zwei Jahren werden sich die Schülerinnen und Schüler des César-Franck-Athenäums aus dem belgischen Kelmis und der Oberschule Jade mit dem Handy beschäftigen“, sagt Schedl-Lohmüller.
Das Handy sei ein exemplarisches Thema für Fragen der Nachhaltigkeit und entspreche damit der Strategie der Europäischen Union für nachhaltige Entwicklung. An ihm lasse sich viel lernen über den Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen, über vernetzte Produktionszusammenhänge, über die Ausbreitung einer globalen Konsumkultur und die Ungleichheit menschlicher Lebensbedingungen auf der Welt, erklärt Schedl-Lohmüller im NWZ -Gespräch.
Das Projektthema „Be smart! - Dem Handy auf der Spur!“ ziele im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung darauf ab, Schüler in eine vertiefte und reflektierte Auseinandersetzung mit dem Alltagsbegleiter Handy zu bringen.
Dazu werde das Handy in drei Modulen in seinem ganzen Lebensverlauf betrachtet: Von der Rohstoffgewinnung und der Produktion des Handys über seine Nutzung bis hin zur Wiederverwertung. Mit ihrem ersten Arbeitstreffen bis zum 25. Oktober in Jaderberg werden alle beteiligten Lehrkräfte den ersten Schüleraustausch konkret mit Inhalten füllen. Die belgischen Schüler kommen zunächst nach Jaderberg – und zwar vom 7. bis zum 14. März.
„Wir haben also noch jede Menge zu tun“, betonen Carmen Gans und Sabine Schedl-Lohmüller im Gespräch mit der NWZ .
