Barßel - Die Wände auf den Fluren des Schulzentrums Barßel hängen voller bunter Plakate. Die Geschichte der Europäischen Union ist dort beispielsweise abzulesen. An anderer Stelle sind die Vereine der Fußball-Bundesliga dargestellt. „Hier haben die Schüler aufgelistet, aus welchen Ländern die Spieler stammen“, erzählt Realschulleiter Bernhard Schaal.

Intensiv haben sich die Schüler aus den Klassen 6 bis 9 in der vergangenen Wochen im Unterricht mit dem Thema Europa beschäftigt. „Das ist Bestandteil des Pilotprojektes ,Partnerschulen des Europäischen Parlaments’, an dem wir uns beteiligen“, erklärt Schaal (die NWZ  berichtete). Am Montag präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse.

In der Aula informierten anschließend die Seniorbotschafter (die Lehrerinnen Sabine Appelt und Lena Bookjans) sowie die Juniorbotschafter des Europäischen Parlaments (Schüler aus dem 8. Jahrgang) über ihre Aufgaben. Danach stand ein Quiz auf dem Programm. Jeweils drei Schüler aus jeder Klasse stellten sich den Fragen in einem Europa-Quiz. Gespielt wurde nach dem Modus der beliebten Kindersendung „1, 2 oder 3“. „Für den Sieger gibt es nachher einen kleinen Zuschuss für die Klassenkasse“, kündigte Schaal an.

Passend zum Thema Europa wurden auf der Bühne Schüler aus der italienischen Partnerschule in Bergamo begrüßt. Sie sind seit Sonntag und noch bis Freitag in Barßel zu Gast und wohnen in Gastfamilien. Begleitet werden sie von ihren Lehrern Luise Crawford und Giancarlo Piana. Im Februar waren Schüler des Jahrgangs 8 der Realschule Barßel zum einem Besuch in Italien (die NWZ  berichtete).

„Wir haben ein umfangreiches Programm geplant“, erläutert Bernhard Schaal. „Sie besuchen ganz regulär den Unterricht, um die Unterschiede zwischen deutschem und italienischem Schulunterricht kennenzulernen. Sie gehen aber beispielsweise auch klettern in Thüle oder zum Bowling.“

Wie Bernhard Schaal erklärte, solle der Schwerpunkt Europa später auch an der Integrierten Gesamtschule (IGS) am Schulzenzentrum übernommen werden. „Dort gibt es momentan den Schwerpunkt Sport. Wir wollen dort aber auch die Schwerpunkte Europa, das Buddy-Projekt und das Soziale Lernen besetzen“, so der Schulleiter.

Am Ende des Schuljahres werden in den IGS-Klassen 5 und 6, der Realschule und der Hauptschule sowie in der Sprachlernklasse Projekttage zum Thema Fußball-Europameisterschaft durchgeführt. In einer „Mini-EM“ spielen die Klassen jeweils für ein Land. Gleichzeitig beschäftigen sie sich mit Geschichte, Kultur und Besonderheiten des Landes, dem sie zugelost wurden. Die Auslosung fand am Montag im Anschluss an das Quiz statt. Die Sprachlernklasse wird dabei Deutschland repräsentieren.