Westerstede - Über 80 Schüler aus vier Ländern verbrachten mehrere Tage am Gymnasium Westerstede: Sie waren aus Litauen (Silute), den Niederlanden (Bülthoven bei Utrecht), Polen (Breslau) und der Slowakei (Poprad) angereist. Die ausländischen Schüler wohnten in den Familien der Gymnasiasten, die sich an dem Austauschprogramm beteiligen. Sie besuchten mit ihnen gemeinsam den Unterricht, arbeiteten in kleinen Projekten und lernten durch Fahrten an die Küste, nach Oldenburg, Bremen oder Hamburg, auch den Norden Deutschlands kennen.

Da die Polen und die Slowaken an ihren Gymnasien im Unterricht Deutsch lernen, bereitete die Verständigung mit ihnen keine Schwierigkeiten. In den beiden anderen Gruppen war Englisch die Umgangssprache. Die Gruppen wuchsen schnell zusammen. Auch nach der Schule gestalteten sie gemeinsam die Abende.

„Gerade im Jahr der Weltkriegsjubiläen zeigt sich, Europas Jugend heute versteht sich“, unterstrich der frühere Lehrer Uwe Riegel, der am Austausch mit beteiligt war. Austausch bedeute aber auch die Kooperation mit einem schulischen Partner. Während die Zusammenarbeit mit den Gymnasien aus Litauen und der Slowakei schon seit über 15 Jahren bestehe und auch der Austausch mit Polen auf über zehn Jahre zurückblicken könne, finde der Austausch mit den Niederlanden erst zum dritten Mal statt.

Junge Lehrer würden Erfahrungen sammeln mit den jeweiligen Partnerschulen und ältere geben ihre Erfahrungen weiter. Wer jedoch eine Partnerschaft erhalten wolle, sagt Uwe Riegel, müsse Kontinuität wahren. Verlässlichkeit sei dabei sehr wichtig.

Die Reise endete als erstes für die Schüler aus Litauen: Da in ihrem Land zurzeit Herbstferien sind, traten sie bereits die Heimreise an. Im Frühjahr 2015 starten die Westersteder Schüler zum Gegenbesuch.