EVERSTEN - International ging es am Dienstag in der Katholischen Grundschule Eversten zu. Mit Nationalfähnchen, Liedern und einem kleinen Theaterstück begrüßten die Schüler 17 Lehrer von fünf Schulen in Dänemark, Frankreich, England und Italien, die an der Schule im Lerigauweg noch bis Freitag zu Gast sind.

Grund für die Visite der ausländischen Lehrkräfte ist die gemeinsame Arbeit an einem Comenius-Projekt, für das die beteiligten Schulen in den nächsten zwei Jahren 12 000 Euro EU-Fördermittel erhalten. Thema des gemeinsamen Projekts soll das Geschichtenerzählen sein. „Dieses Thema ist geradezu prädestiniert für die gemeinsame internationale Arbeit von Grundschulen“, erklärt Hans Georg Wollnik, Leiter der Katholischen Grundschule Eversten. „Wir erhoffen uns von dem Projekt Anregungen, wie in anderen Ländern an den Schulen gearbeitet wird, und natürlich Kontakte zu Kollegen in den beteiligten Ländern.“

Zu Gast bei der Eröffnungsveranstaltung des Projekts waren neben den Lehrern aus Nyborg in Dänemark, Tellford in England, Lucca in Italien und Saint Martin in Frankreich auch Harald Bouillon von der Landesschulbehörde und Martin Schumacher, Dezernent für Jugend, Kultur und Sport der Stadt.

„Ich muss euch ein dickes Kompliment machen“, sagte Schumacher, „und zwar sowohl dafür, dass ihr so schön musiziert habt, als auch dafür, dass ihr schon so toll Fremdsprachen kennt.“ So sangen die Kinder nicht nur das französische Lied „Sur le pont“, sondern begrüßten auch ihre dänischen Gäste musikalisch und machten so manche Ansage zwischen den Theaterszenen zweisprachig deutsch-englisch. Besonders gut kam beim Publikum neben dem Theaterstück, in dem Mäuse und ein Löwe das friedliche Miteinander übten, ein Interview zweier Schülerinnen mit den ausländischen Lehrern an, in dem die Mädchen ihre Gäste nach deren Deutschkenntnissen befragten. Bei einigen gingen die Kenntnisse schon weit über „Guten Tag“ hinaus.

Das Comenius-Programm ist ein Förderprogramm der EU, das die internationale Zusammenarbeit von Schulen und die Mobilität von Lehrern und Schülern fördern soll. Namensgeber ist der Pädagoge Johann Amos Comenius.