EVERSTEN - Mit ihrem „Zwergentheater“ gewann die Grundschule Staakenweg einen Bundeswettbewerb. Bald ist Premiere.
Von Christian Quapp
EVERSTEN - Am Anfang standen die „Zwerge“. Sie sollten die Hauptdarsteller einer Musiktheaterproduktion werden, die seit dem vergangenen Herbst an der Grundschule Staakenweg gemeinsam mit Fachleuten aus der Universität und der Musikschule der Stadt Oldenburg entwickelt wurde. „Zu den Zwergen kamen weitere Schlüsselworte dazu“, erklärt Christiane Abt, künstlerische Mitarbeiterin im Institut für Musik an der Uni Oldenburg.Nur mit dieser Vorgabe haben 20 Kinder aus den ersten und zweiten Klassen die Geschichte der „Zwerge vom Löwenzahnberge“ entwickelt. Die Kinder sind daran gewöhnt, klassenübergreifend zu arbeiten, die Grundschule Staakenweg unterrichtet Erst- und Zweitklässler seit über einem Jahr gemeinsam. „Außerdem wurde das Projekt fächerübergreifend in Deutsch, Musik, Kunst und Sachunterricht bearbeitet“, so Carola Junghans, Lehrerin an der Schule. „Das Stück hat sich in einer Art Pingpong-Spiel zwischen Schule und Universität weiter entwickelt“, fügt Abt hinzu. „Für die Studierenden war das eine wertvolle Erfahrung für ihre spätere Praxis.“
Aus der so entwickelten Geschichte wurde in Zusammenarbeit mit Gisela Ahlers von der Musikschule und weiteren Schülern aus den dritten und vierten Klassen schließlich das Musiktheater, mit dem die jetzt 75 beteiligten Schüler am Donnerstag, 13. Juli, 17 Uhr, in der Turnhalle der Schule Premiere feiern.
Mit ihrem Projekt haben sich die Schüler auch bei „Kinder zum Olymp“ durchgesetzt. An die 600 Schulen hatten Beiträge zum Wettbewerb der Stiftung Deutsche Bank und der Kulturstiftung der Länder eingereicht. Als einer von 29 Preisträgern werden die Oldenburger am 28. September zur Preisverleihung durch Bundespräsident Horst Köhler nach Berlin fahren. Zusätzlich gab es von der Deutschen Bank in Oldenburg noch eine Extra-Anerkennung: Doris Bünnemeyer, Leiterin des Investment und Finanz Centers, überreichte gestern einen Scheck über 1000 Euro.
Einen Wunsch hat Schulleiterin Gisela Schläfke jetzt noch: „Wir würden gerne alle Kinder und die Studenten nach Berlin mitnehmen, aber dazu brauchen wir noch Sponsoren.“
