EVERSTEN - Unter dem Titel „Entschuldigung, wo gehts denn hier zur Süßen Insel?“ hat Tänzer und Choreograph Marco Jodes mit Schülerinnen und Schülern der Comeniusschule ein Tanzprojekt über Hindernisse und Wünsche erarbeitet. Premiere feiert das Stück am Dienstag, 5. Juli, 10.30 Uhr, im Forum der Comeniusschule, Hauptstraße 114. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung per E-Mail an comeniusschule-oldenburg@web.de wird gebeten.
Die Schule und Marco Jodes haben für ihr Tanzprojekt einen Förderpreis von 1000 Euro erhalten. Der Präventionsrat Oldenburg (PRO) und das Kulturbüro der Stadt hatten den Preis ausgelobt. „Was die Jury an diesem Projekt überzeugt hat, ist vor allem der hohe Beteiligungsgrad der Schülerinnen und Schüler“, sagte Ulrike Heinrichs, Sprecherin der Jury, bei der Preisverleihung. „Orientiert an den Interessen und am Stand der Kinder des dritten und vierten Jahrgangs wird ein Tanzstück entwickelt. Andere Klassen werden durch die Gestaltung des Raumes und die Herstellung von Bühnenmaterialien kreativ miteinbezogen. Und das ganze Lehrerkollegium ist auch beteiligt. Alle können hier mitmachen und mitgestalten.“
Überdies erschien der Jury die Verbindung von Tanz und Schule besonders förderungswürdig. So möchte die Comeniusschule den Bereich Tanz in den verschiedenen Stufen der Schule als einen kulturellen Bestandteil des Schullebens langfristig weiterentwickeln und etablieren.
Marco Jodes über das Tanzprojekt: „Die Schülerinnen und Schüler sind hier zum ersten Mal mit dem Medium Bühnentanz in Berührung gekommen. Sie haben weite Forschungsreisen mit ihrem Körper als Ausdrucksmittel unternommen, an deren vorläufigem Ende ihre Entscheidung steht, uns ihr Paradies und die Hindernisse dorthin, wie sie sie erleben, in getanzter Form sehen zu lassen.“ Unterstützt wurde Jodes von den Lehrerinnen Alke Zawischa und Iris Klussmann.
In dem Stück geht es um die Flucht der Kinder vor ihren Aufgaben und Pflichten an einen Traumort, an dem es doch sicherlich viel schöner ist. Mit dem fliegenden Teppich reisen sie zur „Süßen Insel“. Doch auch dort findet sie der Streit. Was kann helfen? Vielleicht sollte man mehr miteinander reden?
