EVERSTEN - „Besonders die Begegnungen von Menschen mit Menschen lassen Europa zusammenwachsen“, betonte Germaid Eilers-Dörfler am Dienstag im Alten Rathaus. Dort hatte die Bürgermeisterin 15 Lehrerinnen und Lehrer aus sieben europäischen Ländern empfangen. Anlass dafür war das Comenius-Projekt, in dem die Katholische Grundschule Eversten mit Grundschulen in England, Frankreich, Italien, Finnland, Spanien, Polen und Ungarn zusammenarbeitet.
2010 ist das zweijährige Projekt „Eco-Maths“, bei dem mathematische Grundsätze in der Natur angewendet werden, gestartet. Zum Thema „Wasser ist Leben“ haben die Schüler der beteiligten Grundschulen in Europa und in Oldenburg zahlreiche Experimente gemacht und sich mit anspruchsvollen Themen beschäftigt, erklärte Hans Georg Wollnik, Leiter der Katholischen Grundschule Eversten. „Wie wird Abwasser wieder sauber?“ war beispielsweise eine der Fragen, mit der sich die Schüler auseinandergesetzt haben. Aber auch der Austausch zwischen Lehrern über die verschiedenen Schulsysteme steht immer im Vordergrund. Gefördert wird das Comenius-Projekt von der Europäischen Union.
Zehn Schüler durften ihre Lehrerinnen und Lehrer auf die Reise nach Oldenburg begleiten. Dort erwartete die Gruppe, die am Montag angereist war, ein volles Programm: Neben Besuchen im Unterricht und dem Austausch untereinander, standen für die Besucher jede Menge Sightseeing-Termine auf dem Programm. Ein Höhepunkt erwartet die Gruppe noch: Der Besuch des Klimahauses in Bremerhaven.
Ellen Siemann, Lehrerin an der Grundschule Eversten, ist begeistert vom Comenius-Projekt: „Die Zusammenarbeit öffnet den Blick auf die Schulformen in Europa“, sagte Siemann. Beeindruckt habe sie das Schulsystem in Finnland. Beruhigt habe sie dabei vor allem eins: „Alle haben die gleichen Probleme“.
