EVERSTEN - „Raus aus dem toten Winkel“: Das ist das Motto der Aktionstage des Service-Clubs Round Table. Mitverursacher vieler Unfälle sind Lastwagen, deren Fahrer, trotz spezieller Spiegel Fußgänger und Radfahrer im toten Winkel nicht sehen können. Die Mitglieder von Round Table möchten dazu beitragen, diese Unfälle zu verhindern. Deshalb besuchen sie Grundschulen mit einem Lastwagen, um die Gefahren zu demonstrieren.

Die Hermann-Ehlers-Grundschule war jetzt das Ziel des Oldenburger Round-Table-Clubs. Seit Jahren veranstalten die Ehrenamtlichen zusammen mit Mercedes-Nutzfahrzeuge Rosier und dem Frachtenbörsenanbieter TimoCom solche Aktionstage für dritte und vierte Klassen. Jedes Kind darf dabei einmal ins Cockpit des Lasters – und die Reaktion ist stets gleich: „Seltsam. Wo sind denn jetzt alle hin? Ist das ein Zauberspiegel?“, fragte sich die zehnjährige Nele. Die Schülerin der Hermann-Ehlers-Schule durfte als erste in die Fahrerkabine klettern. Gerade noch hatte sich ihre ganze Klasse rechts neben den Lastwagen aufgestellt – und jetzt waren auf einmal alle weg. Von diesem „toten Winkel“ hatte ihre Lehrerin noch vorher im Unterricht gesprochen. Nun konnte jeder selbst erleben, dass ein Lastwagen-Fahrer wirklich niemanden sehen kann, der im toten Winkel steht. Noch nicht einmal eine Klasse von 25 Kindern. Zur Nacharbeit für zu Hause bekamen alle Kinder einen Papp-LKW-Aufsteller, mit dem sie das Gelernte nachspielen können.