Bookholzberg - Wie lange dauert der Bau eines Airbus A 380? Wie läuft dabei die Fehlersuche? Wie viele Leute arbeiten mit? – Etliche Fragen prasselten am Montagmorgen in der Schule An der Ellerbäke auf Michelle Ehlers und Jan Pollex ein. Die beiden jungen Mitarbeiter von Airbus in Bremen lieferten dort Informationen aus erster Hand: Beim „Expertentag“ standen sie Neuntklässlern Rede und Antwort, die sich über Betriebe und Berufe informieren oder auch schon erste Fäden knüpfen wollten.
Zu solchen „Expertentagen“ lädt die Schule alljährlich Vertreter aus Betrieben oder Einrichtungen ein, die dann vor Ort ihr Unternehmen, Ausbildungsberufe und Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen. Diesmal mit im Boot: Meyer Technik aus Urneburg, die Amazonen-Werke aus Hude, die Polizei, die private Berufsfachschule „Die Schule“ aus Oldenburg – und eben Airbus aus Bremen.
Alle 87 Schüler der 9. Klassen hatten im Vorfeld zwei Unternehmen auswählen können, die sie in Gesprächsrunden kennen lernen wollten. Die meisten Kreuze waren bei Airbus gemacht worden. Warum? Da ziehe wohl zum einen der Name – und zum anderen, dass es sich um ein „Riesen-Unternehmen“ handele, meinte Sozialpädagogin Mechthild Heidtkamp, die den Tag zusammen mit Lehrer Thomas Busch organisiert hatte.
Für die Teilnehmer seien die Gespräche „eine Win-win-Situation“, erklärte Busch. Die Schüler könnten hier schon mal Interesse zeigen, nach Praktika fragen. Auch sinke durch das Gespräch die Hemmschwelle für die spätere Kontaktaufnahme. Und: Betriebe könnten hier Jugendliche kennenlernen, „die sich nicht nur bewerben, weil sie irgendetwas machen möchten“.
Eva Suttrup von „Die Schule“ und Lukas Bäcker, Geschäftsführer bei Meyer Technik, bestätigten diese Einschätzung. „Aus jeder Vorstellungsrunde kommen ein oder zwei Schüler in ein Praktikum“, schilderte Bäcker seine Erfahrung. Und die meisten Praktikanten „gehen auch in die Ausbildung“.
Am Montag war die Resonanz sogar noch höher. „Sieben Jugendliche“ hatten sich in Vorstellungsrunde eins für eine Ausbildung in dem Betrieb in Urneburg interessiert. Bäcker: „Ich schätze, dass zwei oder drei von ihnen zu uns kommen.“
