Bad Zwischenahn - Zum dritten Mal hatte die Karl-Jaspers-Klinik (KJK) einen „Aktionstag Demenz“ angeboten. Und erneut stieß das Angebot auf große Resonanz: Rund 80 Interessierte nahmen an Vorträgen und Workshops zum Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und über das Betreuungsrecht teil. „Es war ein sehr erfolgreicher Tag. Wir sind sehr froh, dass wir den Angehörigen wieder Experten zu drängenden, alltäglichen Fragen in der Betreuung Demenzkranker zur Seite stellen konnten“, sagt der Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie und Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Brieden.
Viele detaillierte Rückfragen zeigten das Bedürfnis der Angehörigen, aber auch der Betroffenen, sich umfassend zu informieren und Unterstützungsangebote zu erhalten. „Machen Sie es nicht alleine. Holen Sie sich Hilfe“, riet Sandra Eisenberg von der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung aus Hamburg ihren Zuhörern. Barbara Pontenagel, Richterin am Amtsgericht Oldenburg, erklärte den Unterschied zwischen Vollmacht und Betreuung. Bundesweit gebe es eine Million Betreute, der größte Teil, nämlich 46 Prozent, seien gesetzlich eingerichtete Betreuungen aufgrund von Alter oder Demenz, berichtete sie.
Der Aktionstag Demenz solle auch kommendes Jahr wieder angeboten werden, kündigte Brieden an – voraussichtlich am 27. September.
