Elsfleth - „Beam me up, Scotty!“ Auch ohne dieses berühmte Zitat aus „Raumschiff Enterprise“ war der Elsflether Kapitän und Dozent am Fachbereich Seefahrt, Bernd Klemm, gerne bereit, mit den Elsflether Ferienpasskindern ein Reise durch die himmlischen Galaxien zu wagen. Dazu brauchte es den richtigen Ort und die nötigen Geräte: die Kinder trafen sich im Fachbereich Seefahrt und steuerten zusammen mit ihrem „Captain Kirk-Klemm“ das Planetarium an.
Zuvor hatte Bernd Klemm seinen jugendlichen Gäste im Foyer der Seefahrtschule erläutert, wie Nautiker auf See navigieren. Um die Position zu bestimmen, müsse der Seemann nicht unbedingt nach den Sternen navigieren, es funktioniere auch mit einem Kompass an Bord. Zur astronomischen Navigation würden die Seeleute einen Sextanten brauchen, der zur Höhenmessung von Sonne und Sternen und damit zur Positionsbestimmung verwendet wird.
Aber: Wer – wie die Seeleute sagen – zur Positionsbestimmung „Sterne schießen“ will, der muss Sterne auch kennen und wissen, wo am Himmel sie sich befinden. Und so fanden die Nachwuchsastronomen im Planetarium den richtigen Raum, um mit Bernd Klemm auf Sternenreise zu gehen.
Unter den faszinierten „Ah“’s und „Oh“’s der Kinder wurde es dunkel im Planetarium – für Bernd Klemm brauchte es nur einen Handgriff und am künstlichen Himmel erschienen die Sterne und fernen Galaxien, man fand den „Großen Wagen“ mit seinen „Schlusslichtern“ Dubhe und Merak und verlängerte man deren Achse, führte der Himmelsweg zum Polarstern – um den sich aber auch alles dreht.
Man fand das wunderschöne Sternbild des Orion, das „W“ der Cassiopeia, den Andromedanebel, die Pleiaden und auf der südlichen Himmelshälfte das Kreuz des Südens. Die Sterne Dubhe und Merak, verriet Bernd Klemm, gehören beispielsweise zu den 58 klassischen Sternen, die in der Seefahrt als Navigationssterne dienen. Dubhe ist 124 Lichtjahre von der Erde entfernt – also ist ein Blick auf diesen Stern und alle anderen immer ein Blick in die Vergangenheit. Keiner weiß, ob er und seine himmlischen Kollegen noch existieren.
Auch wenn die Astronomen bisher längst nicht alle Geheimnisse des Weltalls erkunden konnten, die galaktische Reise war für die Ferienpasskinder auf jeden Fall eine richtige Sternstunde.
