Cloppenburg - Nach fast fünf Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements in der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) ist Ferdinand Cloppenburg, Generalstaatsanwalt a.D., der sich aus der aktiven KEB-Arbeit auf Landes- und Offizialatsebene zurückzieht, feierlich verabschiedet worden. Zum Auftakt des Festaktes mit rund 60 Gästen aus Politik, Bildung und Kirche hielt Weihbischof Heinrich Timmerevers im Cloppenburger Bildungswerk eine feierliche Andacht.
Durch seinen fest verankerten Glauben habe Cloppenburg vielen Menschen den Glauben an Gott nähergebracht und durch sein unermüdliches Engagement die KEB im Kreis Cloppenburg und in ganz Niedersachsen maßgeblich geprägt, hob Timmerevers hervor und überreichte Cloppenburg als besondere Auszeichnung das Silberne Ehrenkreuz des Offizialats.
Im Namen des Landesvorstandes der KEB überbrachte Michael Schönleber Grußworte und gratulierte Cloppenburg noch einmal zu seiner Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der KEB im Land Niedersachsen. Der Geehrte gehöre zur Gründergeneration der niedersächsischen KEB und habe durch sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement die Entwicklung der Bildungseinrichtung maßgeblich mitgestaltet und geprägt, betonte Schönleber. Bereits 1960 war Ferdinand Cloppenburg an der Gründung der KEB in Friesoythe beteiligt und ist seit 1964 Vorsitzender des dortigen Bildungswerkes. Seit 1965 hat Cloppenburg im Landesvorstand der KEB Niedersachsen mitgearbeitet und sie zeitweilig auch als Vorsitzender geleitet. Im Jahr 1967 wurde er zunächst stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenenbildung im Offizialatsbezirk Oldenburg und übernahm 1991 den Vorsitz. Seit der Gründung 1974 begleitete er die Katholische Akademie Stapelfeld und war von 1992 bis 2006 dort Vorsitzender. Im Jahr 2006 wurde er von Weihbischof Timmerevers mit dem päpstlichen Silvesterorden ausgezeichnet.
„Sie haben sich Ihre Gedanken nicht verbieten lassen und gerade in Hinsicht auf die Bedeutung des Ehrenamts innerhalb der Katholischen Kirche, in der Sie ja tief verwurzelt sind, deutliche Worte gefunden, wenn es erforderlich war. Dabei waren Sie natürlich nicht still; aber Sie haben dies ohne verbales Getöse und populistische Selbstdarstellung getan, sondern immer um der Sache willen“, lobte Schönleber das Engagement des Geehrten.
Landrat Hans Eveslage hob in seinem Grußwort die Verdienste von Ferdinand Cloppenburg für die regionale und niedersächsische Erwachsenenbildung hervor, die ein unverzichtbarer Bestandteil der Bildungslandschaft geworden sei.
In seinem Festvortrag verwies Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, auf die Bedeutung des lebenslangen Lernens. Konfessionelle Bildungseinrichtungen müssten ein klares Profil zeigen und „Herzensbildung“ sowie konfessionelle Grundwerte vermitteln, so Biallas, der besonders das ehrenamtliche Engagement des Geehrten als vorbildlich herausstellte.
Bewegend war die Verabschiedung durch die Mitarbeiter der KEB, die sehr persönliche Worte für ihren scheidenden Vorsitzenden fanden. Cloppenburg bedankte sich auch im Namen seiner erkrankten Frau und betonte, dass er die Glückwünsche auch im Namen der vielen ehrenamtlichen Wegbegleiter entgegennehmen würde. Zum Abschluss mahnte er an, die finanzielle Unterstützung der Erwachsenenbildung durch Kreis und Land auch in Zukunft nicht zu vernachlässigen.
