Hude - „Ich hatte mir das anders vorgestellt“, gab der neunjährige Fabian zu. Er hatte einen zusätzlichen gemütlichen Ferientag im Kopf gehabt, als er von schneefrei im Landkreis Oldenburg hörte. „Jetzt musste ich doch zur Schule.“ Da seine Eltern arbeiten mussten, nahmen sie das Betreuungsangebot, das trotz Schulausfalls an allen Einrichtungen galt, gerne an.
Insgesamt elf der rund 200 Schüler kamen am Donnerstag zur Grundschule Jägerstraße. Die Kinder nutzen den Platz auf dem Schulhof zum Spielen im Schnee. „Aber wir basteln auch oder lesen“, erzählte Sozialpädagogin Anita Hübner, die gemeinsam mit der pädagogischen Mitarbeiterin Marianna Oetje und Praktikantin Katharina König die Gruppe beschäftigte.
Die Lehrer nutzten indes die unterrichtsfreie Zeit für andere Arbeiten. „Wir bereiten Unterricht vor, räumen die Klassenzimmer auf oder halten Teambesprechungen ab“, erklärte Konrektorin Patricia Godula. Ähnliches berichtete Sylvia Horning, Leiterin der katholischen Grundschule. Zwei von 34 Kindern wären trotz des Unterrichtsausfalls gekommen.
Gerade einmal vier von 190 Kindern erschienen derweil in der Grundschule Hude-Süd. „Die Kinder spielen oder malen. Es ist alles sehr ruhig hier“, berichtete der stellvertretende Schulleiter Meene Wilts. Die Kollegen nutzten indes die Zeit, um für die Schule etwas zu tun, zum Beispiel in Steuerungsgruppen oder durch das Aufräumen von Fachräumen. Auf solche Arbeiten konzentrieren konnten sich die Pädagogen ebenfalls an der Peter-Ustinov-Schule. Laut Schulleiter Nico Rettcher seien die Schüler dort alle zu Hause geblieben.
Auch in der Förderschule für Lernen und geistige Entwicklung waren keine Kinder zu sehen. Schließlich kommen viele der Schüler aus dem gesamten Landkreis, der Fahrdienst fiel allerdings aus. Ziemlich schade fand indes Schulleiterin Uta Komenzinski die Schulabsage. „Wir hatten Theaterkarten für 18 Schüler für das Stück ’Der kleine Prinz’ in der Exerzierhalle in Oldenburg. Die werden jetzt wohl leider verfallen“, meinte sie enttäuscht.○
