Friedrichsfehn - Im kleinen Werkraum des Jugendzentrums Friedrichsfehn wird gehämmert, ausgestanzt, geschnitten und geklebt. Sechs Mädchen und Jungen sind am Freitagvormittag mit Eifer dabei, Raketen in verschiedenen Größen zu bauen.

Die Kinder aus verschiedenen Orten und Bauerschaften der Gemeinde Edewecht haben sich über den Ferienpass für die Aktion angemeldet. „In den Osterferien veranstalten wir fast an jedem Tag etwas, das Spektrum reicht von selbst gemachten Steinhäusern über Holzautos und Figuren aus Ytongsteinen bis hin zu Ritterhelmen“, sagt Jugendpfleger Ekkehart Weber, der zusammen mit seiner Kollegin Jasmin Oltmanns für die Programmgestaltung in den Osterferien zuständig ist.

Die Kinder arbeiten derweil hochkonzentriert weiter. Der 14-jährige Jannik aus Jeddeloh hat ein besonders großes Modell in Angriff genommen. Ein Meter lang ist seine Rakete. „Ich lese viel in Büchern über Raketen. Und auch im Fernsehen schaue ich mir gern Sendungen mit Raketen an“, sagt der Jugendliche. „Als ich im Ferienpass-Programm gelesen habe, dass welche gebaut werden, habe ich mich von meinen Eltern sofort anmelden lassen.“ Die Arbeit macht ihm unheimlich viel Spaß.

Pappröhren und Toilettenrollen sind die Materialien, mit denen hantiert wird. Dazu kommt Folie zum Verzieren der Flugkörper. Damit sehen die Raketen originalgetreuer aus.

Ebenfalls mit Feuereifer ist Nayla dabei. „Ich finde Raketen einfach cool, weil sie so schnell abheben. Und die Aktion hier ist einfach toll“, schwärmt die 9-jährige Friedrichsfehnerin. Der Raketenbau ist auch bei ihr nicht die einzige Aktion, an der sie in den Osterferien teilnehmen wird oder bereits teilgenommen hat. Nayla machte am Tag zuvor beim Bau eines Steinhauses mit. Und kommende Woche wird sie sich an einer Malaktion beteiligen.

Mit der Resonanz sind Ekkehart Weber und Jasmin Oltmanns sehr zufrieden. „Allein aus Friedrichsfehn haben sich für die acht verschiedenen Aktionen 75 Kinder angemeldet. Wie viel aus Edewecht noch dazukommen, weiß ich gar nicht“, so Weber.

Das bedeutet allerdings, dass nicht alle Kinder an allen Angeboten, für die sich angemeldet hatten, teilnehmen können. Manchmal passiere es, dass ein Kind, das zu Besuch in Friedrichsfehn oder auch Edewecht ist, von einem einheimischen Kind, das sich für das Basteln angemeldet hat, mitgebracht wird. „Ein Gästekind schicken wir bestimmt nicht fort. Dann findet sich immer noch ein Plätzchen Platz“, so der Edewechter Jugendpfleger.