FIKENSOLT - Der Naturschutzbund (Nabu) hat zusammen mit der Umwelt-AG des Westersteder Gymnasiums damit begonnen, den rund 2,5 Kilometer langen „Fikensolter Padd“ ökologisch auszubauen und so einen Wanderweg zu schaffen, der gleichermaßen für Spaziergänger wie für engagierte Naturfreunde interessant ist. Den Beginn der Arbeiten markierte Ende Mai die Neuanlage eines „Falterbeets“ vor dem bereits 2006 errichteten „Insektenhotel“ unter der Regie des „Touristik“-Vorsitzenden Hermann Börjes.

Nach Auskunft des Nabu-Sprechers Manfred Pfeil müssen Westersteder Schulen bisher weit reisen, um naturkundliche Lehrpfade wie den künftigen „Fikensolter Padd“ besichtigen zu können, beispielsweise nach Ostfriesland. Das soll mit der Fertigstellung des „Padds“ anders werden, dessen weiteren Ausbau der Nabu u. a. mit Mitteln der Fernsehlotterie „Bingo“ finanziert.

Bei ihren Arbeiten am Falterbeet sind die Gymnasiasten auf eine Idee gekommen, die Pfeil als „hochinteressantes biologisches Experiment“ einstuft. Sie haben in eine Rückwand des „Insektenhotels“ einen 25 Millimeter breiten Schlitz gefräst und damit den Hohlraum dahinter in ein Fledermaus-Quartier verwandelt. Künftig werden hier Taginsekten und Nachtjäger unter einem Dach leben.

Im Verlauf des Pfads finden Schüler und Spaziergänger neben dem Insektenhotel mit Brut- und Winterquartieren für Wildbienen, Mörtelbienen, Flor- und Schwebefliegen und dem neu angelegten Falterbeet mit speziellen Wildkräutern für Fluginsekten eine große Wildwiese mit Feucht- und Trockenrasen, ein biologisch hochinteressantes Feuchtgebiet mit zahlreichen Amphibien, einen Waldgarten, das „Friesendenkmal“ und den (aus den 90er Jahren stammenden) „Garten der Jahreszeiten“ mit einer „Hölzer-Bestimmungswand“ am Eingang. Im „Waldgarten“ muss noch das Unterholz ausgelichtet werden, stark wuchernde Rhododendren; auch das wollen die Gymnasiasten übernehmen.