Apen - Schülerinnen, Schüler, Lehrer und andere Personen im Brandfall schnellstmöglich evakuieren: Das ist das Ziel der Gemeinde Apen, die bereits seit 2012 in den Brandschutz der gemeindeeigenen Schulen investiert. Nach der Oberschule Augustfehn (2012 bis 2014), der Grundschule Augustfehn I (2014) und der Schule Apen (2015 bis 2016) stehen im kommenden Jahr noch Arbeiten an der Grundschule Nordloh an.
Die Kosten für die Maßnahmen – wovon die elektrische Technik den größten Faktor ausmacht – betrugen insgesamt rund 865 000 Euro. Im Einzelnen wurden für die OBS Augustfehn circa 150 000 Euro, für die GS Augustfehn I 108 000, für die Schule Apen 400 000 und für die GS Nordloh circa 207 000 Euro veranschlagt.
Neben der Evakuierung soll der Entstehung von Bränden durch die Maßnahmen auch vorgebeugt, die Ausbreitung von Feuer und Rauch eingedämmt und Löscharbeiten noch effizienter werden. Nach einem Sicherheitsstufenplan wurden die verschiedenen Schulen in den vergangenen Jahren nach einem Brandschutzkonzept umgebaut. Nur die Grundschule Nordloh fehlt noch.
Nach dem Konzept sollen die Zu- und Durchfahrten in den Schulen dargestellt werden, damit mögliche Sammelpunkte der zu Evakuierenden nicht mit den Flächen für die Feuerwehr oder Flucht- sowie Rettungswegen kollidieren. Außerdem sollen die Gebäudeelemente – Türen, Fenster, Wände und Decken – beurteilt werden. Als nächstes sieht der Plan vor, unter anderem Brandmelde- und Alarmierungsanlagen sowie eine Sicherheitsbeleuchtung zu installieren.
Auch vorhandene Löschanlagen in- und außerhalb der Gebäude werden überprüft und eventuell neu angebracht. Zudem wird eine Brandschutzverordnung erstellt, die das Verhalten im Brandfall erklärt und nach der sich im Ernstfall alle richten müssen. Dafür ist eine jährliche Alarmübung vorgeschrieben. Außerdem sieht der Plan vor, dass jährliche Prüfungen unumgänglich sind und die Gebäude weiterhin immer nach dem aktuellen Brandschutz überprüft werden.
An der Schule Apen, die zuletzt umgebaut wurde, hat zunächst eine Elektrofirma die verschiedenen Kabel für die Alarmierungs-, Brandmelde- und Notlichtanlage unter den neuen, abgehängten Decken verlegt. Die Herzstücke dieser Anlage werden in eigens dafür entworfenen brandschutztechnisch abgeschotteten Räumen aufgestellt.
Außerdem wurden etliche Türen ausgetauscht und eine zusätzliche Außentreppe an der Nordseite der Schule gebaut, die einen zweiten Rettungsweg schafft. Die Treppenhäuser wurden mit nicht brennbaren Türen ausgestattet und die Fenster zu Rauchwärmeabzügen umgearbeitet.
Zum Schluss wurde die Brandschutzordnung an die Schulleitung übergeben – so kann die jährliche Übung starten.
