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Luftfahrt Flugzeug-Flotte wächst weiter

Lemwerder - Buchstäblich in die Röhre gucken kann man derzeit noch bei diesem Segelflugzeug: Die einsitzige Maschine vom Typ ASK 23 gehörte einem bayerischen Luftsportverein und wurde bei einer harten Landung so stark beschädigt, dass das gesamte Leitwerk mit den Steuerflächen zur Richtungs- und Längsneigungssteuerung zur Seite abknickte. Der bayerische Pilot kam zum Glück mit dem Schrecken davon. Sein Verein bot das Wrack zu einem geringen Preis zum Kauf an und die Segelflieger der Airbus Weser-Fluggemeinschaft nutzten die Chance, sehr preiswert an ein neues Flugzeug zu kommen.

Fachliches Können

Bis es wieder starten wird, werden die Lemwerderaner Segelflieger allerdings einiges an Arbeit leisten müssen. Immerhin muss das komplette Leitwerk wieder angebracht werden. Und zwar so genau, dass das Flugzeug anschließend auch sauber geradeaus fliegt. Doch vor dieser Aufgabe scheuen sich die Lemwerderaner Segelflieger nicht. Werkstattleiter Patrick Blaase: „Unsere Mitglieder haben das fachliche Know-how und mit unserer Werkstatt haben wir alle Voraussetzungen, auch aus solchen zunächst noch hoffnungslosen Fällen wieder ein Flugzeug zu machen.“ Später werde man nicht sehen können, dass das Flugzeug schon einmal aus zwei Teilen bestanden habe. Viel wichtiger sei aber, dass man es auch beim Fliegen nicht merken werde.

Bundesamt prüft

Niemand wird sich sorgen müssen, dass das reparierte Flugzeug unsicher ist. Die Arbeit wird von einem Prüfer begleitet und am Ende auch von einem Prüfer abgenommen, der vom Luftfahrt-Bundesamt beauftragt ist. „Und da wird wirklich ganz genau hingesehen“, versichert Patrick Blaase. Die Fähigkeiten der Mitglieder und die Zulassung des Vereins als Luftfahrttechnischer Betrieb helfen dem Verein, trotz der sehr hohen zukünftigen Belastung, eine attraktive Flotte bereit zu halten. „Unser Projekt eines neuen Segelflugplatzes in Butzhausen ist natürlich eine sehr starke finanzielle Belastung für uns“, sagt der erste Vorsitzende, Christoph Muschner. „Deswegen sind wir froh, dass wir in der Lage sind sehr vieles in Eigenleistung erbringen zu können.“

Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg
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