Eversten - „Bonjour“ hieß es am vergangenen Mittwochvormittag im Gymnasium Eversten (GEO). Alles leuchtete im französischen Look – in blau-weiß-rot. Die Schüler der fünften Klassen müssen sich zum Ende des Schuljahres entscheiden, welche zweite Fremdsprachen sie neben Englisch wählen möchten. Zur Auswahl stehen den Schülern am GEO Französisch, Spanisch und Latein.

Um für das Fach Französisch zu begeistern, lud Französischlehrerin Alexa Hopf das France-Mobil ins GEO ein. „Wir möchten für die Sprache begeistern und die Schüler dazu ermutigen, Französisch als zweite Fremdsprache zu wählen“, erzählt Hopf. Besonders in den letzten Jahren wird am GEO gehäuft Spanisch angewählt. „Die Begeisterung für Französisch lässt nach. Das ist sehr schade“, so Hopf.

Vor der schwierigen Entscheidung für die zweiten Fremdsprache wird für alle zur Wahl stehenden Sprachen eine Schnupperstunde organisiert.

Besonders abgefahren ging es in Französisch zu – mit dem France-Mobil. Seit September 2016 bereist die gebürtige Französin Amandine Robart kostenlos Schulen in Niedersachsen und Bremen mit dem Kleintransporter. Dabei besucht sie Schüler aller Ausbildungsstätten und Klassenstufen. Oft wird sie eingeladen, Schnupperkurse wie am GEO zu leiten. Ausgestattet mit zwei Handpuppen, einem Eifelturm in Miniformat und einer großen Flagge ermutigt die Französin die Kinder, Französisch zu wählen.

„Jede Sprache hat ihre eigenen Besonderheiten“, weiß Robart. Diese zeigte sie den Schülern der fünften Klassen in jeweils einer ganzen Unterrichtsstunde – komplett auf Französisch. „Wir üben zusammen die Begrüßung und ein paar Farben. Auch die ersten Zahlen auf Französisch lernen wir in der Stunde spielerisch“, berichtet Robart. Es ist erstaunlich, wie schnell die Kinder Dinge verarbeiten. Nach der Stunde sagen sie wie automatisch „Oui“ (Ja) und „Non“ (Nein). „Das erfreut mich jedes Mal aufs Neue besonders“, so Robart.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk finanziert neben anderen Geldgebern das France-Mobil. In Frankreich reisen deutsche Gegenstücke durchs Land und besuchen die dortigen Schulen im Auftrag der deutschen Sprache. Amandine Robart kann unkompliziert und kostenlos von Schulen, Lehrern und Eltern angefragt werden unter: