Friesoythe - „Wir sind für einige Personen die einzige Bezugsperson“, zieht Christa Baumann eine traurige Bilanz. Sie und sechs weitere Frauen engagieren sich beim Besuchs- und Begleitdienst der Malteser Friesoythe speziell für dementiell erkrankte und geriatrische Personen. Auch wenn die Nachfrage an Besuchszeiten steige, fehlen die ehrenamtlichen Helfer, die diese Leistungen erbringen können.
Wie berichtet wurde im Jahr 2009 der Anstoß für diese spezielle Hilfsleistung gegeben. Über Kurse des Bildungswerkes erwarben die Helfer die nötigen Qualifikationen: Erste-Hilfe-Maßnahmen und besonders die Kommunikation mit dementiell Erkrankten wurden geschult.
Momentan kümmern sich sieben Frauen um die Bewohner der Seniorenheime St-Elisabethhaus (Friesoythe) und Haus am Pastorenbusch (Altenoythe). Regelmäßig statten sie den Bewohnern Besuche ab, gehen mit ihnen spazieren oder lesen ihnen vor. „Wir tun damit etwas gegen die zunehmende Vereinsamung. Wir würden gerne mehr tun, aber uns fehlen schlicht die Personen dazu“, sagt Baumann. Vier Senioren betreut jede der Helferinnen, die Anzahl der zu leistenden Stunden variiert. Gerne würden die Helferinnen das Angebot auch auf alleine wohnende Senioren ausweiten. „Der Bedarf für so ein Angebot ist gegeben. Leider ist das für unsere kleine Gruppe in diesem Umfang nicht stemmbar.“
Um neue Helfer zu gewinnen, sollen in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk zu Beginn des nächsten Jahres wieder Kurse und Schulungen angeboten werden. Zudem bieten es Christa Baumann und ihre Helferinnen an, probeweise mit den Helferinnen zu Besuchen zu gehen, um sich so ein Bild von der Tätigkeit zu machen. Man freue sich über jede helfende Hand.
Das Team trifft sich an jedem letzten Montag im Monat um 17 Uhr in der Cafeteria des St.-Marien-Hospitals zum Meinungsaustausch. Natürlich sind auch alle Interessierten eingeladen.
Weitere Informationen erteilt die Malteser Dienststelle unter
